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Werkzeuge

Tools und Ressourcen für Webprojekte

Design-Tools, Bildquellen, Schriften, Icons und Test-Werkzeuge. Sortiert nach Aufgabe, mit Hinweis darauf, was kostenlos genügt und wo Geld sinnvoll ist.

Zuletzt geprüft: 26.07.2026

Werkzeuge lösen keine Entwurfsprobleme, aber sie machen Arbeit schneller und Ergebnisse prüfbar. Dieser Bereich sortiert sie nach Aufgabe und benennt jeweils, wo kostenlose Angebote genügen und wo Geld sinnvoll investiert ist.

Entwurf und Prototyp

Für Layoutentwürfe, Komponentenbibliotheken und klickbare Prototypen haben sich browserbasierte Werkzeuge durchgesetzt, die Zusammenarbeit im Team eingebaut haben. Für Einzelpersonen reichen die kostenlosen Stufen fast immer.

Was ein brauchbarer Entwurf abdecken sollte, unabhängig vom Werkzeug: mindestens zwei Breiten, besser drei; alle Zustände interaktiver Elemente, also Ruhe, Überfahren, Fokus, Aktiv, Deaktiviert; Fehler- und Leerzustände von Formularen und Listen; und realistische Textlängen statt Blindtext gleicher Länge.

Der häufigste Fehler ist ein Entwurf, der nur den Idealfall zeigt: gefüllte Liste, kurzer Titel, passendes Bild. In der Praxis sind Titel zu lang, Listen leer und Bilder im falschen Format. Details in Design-Tools.

Bildbearbeitung und Optimierung

Zwei getrennte Aufgaben, die häufig verwechselt werden.

Bearbeitung heißt zuschneiden, gerade richten, aufhellen, Ausschnitt wählen. Dafür genügen kostenlose Programme oder browserbasierte Werkzeuge vollständig.

Optimierung für das Web heißt: auf die tatsächlich benötigte Pixelbreite verkleinern, in ein modernes Format überführen, komprimieren, mehrere Größen für verschiedene Bildschirme bereitstellen. Diese Schritte sind der Grund, warum Seiten schnell oder langsam sind, und sie werden am häufigsten übersprungen.

Ein praktischer Richtwert: Ein Bild, das im Layout maximal 800 Pixel breit dargestellt wird, braucht keine 4000 Pixel. Für die doppelte Auflösung genügen 1600. Der Unterschied zwischen 4000 und 1600 Pixel Breite ist bei gleicher Qualität ein Faktor von etwa fünf in der Dateigröße. Siehe Bildbearbeitung und Bilder optimieren.

Bilder, Schriften, Icons

Bildquellen. Die Reihenfolge nach Risiko: eigene Fotos, dann Bildagenturen mit Rechnung und Lizenznachweis, dann freie Quellen. Bei freien Quellen ist die Lizenz je Bild zu prüfen, nicht je Plattform, und die Nachweise gehören dokumentiert. Ein Ordner mit Datei, Quelle, Lizenz und Datum reicht. Siehe Stockfotos und Lizenzen.

Schriften. Freie Schriftbibliotheken decken den Bedarf für die meisten Projekte. Wichtig ist, sie lokal auszuliefern statt von einem fremden Server, weil sonst bei jedem Aufruf Daten an Dritte übertragen werden. Das ist gleichzeitig ein Datenschutz- und ein Performance-Thema. Siehe Schriften finden und Google Fonts lokal.

Icons. Ein einziges Set für die gesamte Seite, als Vektor eingebettet, in der Strichstärke der Schrift. Zwei gemischte Icon-Stile sind der schnellste Weg zu einem unruhigen Erscheinungsbild. Siehe Icons und Illustrationen.

Prüfen und messen

Vier Werkzeugkategorien deckt man vor jedem Livegang ab:

AufgabeWas geprüft wirdKostenlos ausreichend
BarrierefreiheitAlternativtexte, Beschriftungen, Kontrast, Strukturja
LadezeitFelddaten und Labortest, mobilja
KontrastText, Schaltflächen, Text auf Bildernja
Darstellungechte Geräte, mehrere Breitenja
SichtbarkeitIndexierung, Fehler, Suchanfragenja
Rankings und WettbewerbPositionen über Zeit, Konkurrenzbegrenzt

Nur die letzte Zeile ist der Bereich, in dem kostenpflichtige Werkzeuge deutlich mehr liefern, und sie ist für kleine Projekte am wenigsten wichtig. Übersicht in Test-Tools und SEO-Tools.

Was man nicht braucht

Barrierefreiheits-Overlays. Skripte, die per Schaltfläche Kontraste und Schriftgrößen umstellen, beheben die Ursachen nicht und behindern Hilfsmittel teils zusätzlich.

Werkzeuge, die eine Aufgabe erfüllen, die man nicht hat. Ein Werkzeug für A/B-Tests bei zweihundert Besuchern im Monat liefert keine belastbaren Ergebnisse.

Mehrere Werkzeuge für dieselbe Aufgabe. Zwei Analysewerkzeuge parallel bedeuten doppelte Ladezeit, doppelten Datenschutzaufwand und widersprüchliche Zahlen.

Die fünf Werkzeuge, die tatsächlich gebraucht werden

Werkzeuglisten sind schnell zu lang. Das hier ist die kurze Fassung: gestalten, Bilder beschaffen, Anfragen entgegennehmen, Nachrichten verschicken. Mehr braucht ein normales Webprojekt nicht.

  1. Platz 1: Canva

    Ohne Einarbeitung

    Passt für: Grafiken, Social-Media-Bilder, kleine Layouts

    Der kostenlose Tarif deckt den Alltag ab, die Vorlagen nehmen die Gestaltungsentscheidung ab. Für Websites zu unflexibel, für alles daneben das schnellste Werkzeug.

    kostenloser Tarif, Pro ab ca. 12 €/Monat Zu Canva
  2. Platz 2: Figma

    Für echte Entwürfe

    Passt für: Layouts, die jemand anders umsetzen soll

    Der Branchenstandard für Oberflächenentwürfe, kostenlos für einzelne Projekte. Wer eine Agentur beauftragt, bekommt die Entwürfe mit hoher Wahrscheinlichkeit hierin geliefert.

    kostenloser Tarif, Profi ab ca. 15 $/Monat Zu Figma
  3. Platz 3: Paperform

    Formulare

    Passt für: Anfrage- und Buchungsformulare mit Logik

    Formulare, die sich wie eine Seite lesen statt wie ein Amtsformular, mit bedingten Feldern und Zahlungsanbindung. Deutlich flexibler als die Formularfunktion der meisten Baukästen.

    ab ca. 24 $/Monat Zu Paperform
  4. Platz 4: Brevo

    E-Mail

    Passt für: Newsletter und automatische Bestätigungsmails

    Server in der EU, kostenloser Einstiegstarif, und beides in einem: Newsletterversand und die technischen Mails aus Formularen. Damit landen Anfragebestätigungen zuverlässiger als über den eigenen Webserver.

    kostenloser Tarif, bezahlt ab ca. 7 €/Monat Zu Brevo
  5. Platz 5: Unsplash

    Bilder

    Passt für: Kostenfreies Bildmaterial mit klarer Lizenz

    Große Bibliothek, verständliche Lizenzbedingungen, kein Konto nötig. Für Schlüsselbilder trotzdem eigene Aufnahmen einplanen – die bekannten Motive erkennt man inzwischen.

    kostenlos Zu Unsplash

Wie diese Liste zustande kommt

Sortiert wird nach dem Anwendungsfall, den der Bereich Tools & Ressourcen behandelt, nicht nach Vergütung. Einzelne Ziele sind Partnerlinks: wird darüber ein Vertrag geschlossen, fließt eine Provision. Für Sie ändert sich der Preis dadurch nicht, und die Reihenfolge ändert sich dadurch auch nicht – auf mehreren Plätzen stehen Anbieter ohne Partnerprogramm. Preisangaben Stand 28.07.2026, ohne Gewähr. Maßgeblich ist immer der Preis beim Anbieter.

Alle Ratgeber in diesem Bereich

Häufige Fragen

Braucht man für Webdesign teure Software?

Nein. Für Entwurf, Bildbearbeitung, Schriften, Icons und Tests existieren kostenlose Werkzeuge, die für kleine und mittlere Projekte vollständig ausreichen. Geld lohnt sich bei Bildlizenzen, bei Zusammenarbeit im Team und bei Werkzeugen, die täglich im Einsatz sind.

Kann man Websites direkt in einem Grafikprogramm entwerfen?

Man kann, sollte aber wissen, dass ein Entwurf kein Webseitenzustand ist. Eine Website hat Zwischenbreiten, Fokuszustände, Fehlermeldungen und variable Textlängen. Wer nur zwei Breiten entwirft, verschiebt die Arbeit in die Umsetzung.

Woher kommen lizenzsichere Bilder?

Am sichersten aus eigener Kamera. Danach folgen kostenpflichtige Bildagenturen mit dokumentierter Lizenz und freie Quellen mit klarer Lizenzangabe. Bei freien Quellen sollte jede Datei mit Quelle, Lizenz und Datum protokolliert werden.

Welches Werkzeug prüft, ob eine Website in Ordnung ist?

Keines allein. Ein Prüfwerkzeug für Barrierefreiheit, ein Ladezeit-Test mit Felddaten, ein Kontrastprüfer und ein Blick auf einem echten Telefon deckt zusammen den größten Teil ab. Automatisierte Tests finden Verstöße, nicht schlechte Entscheidungen.

Einige Links auf diesem Portal sind Empfehlungslinks. Wird darüber ein Vertrag geschlossen, erhält IDA Webdesign unter Umständen eine Vergütung. Für Sie ändert sich am Preis nichts, und die Bewertung eines Anbieters hängt nicht davon ab. Inhalte zu Recht und Datenschutz sind allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung.