Systemvergleiche, Hosting-Checks und Anleitungen für die eigene Website. Was eine Website kostet

Fundament

Hosting und Domains: das Fundament, an dem am meisten schiefgeht

Hosting ist der unsichtbare Teil einer Website und gleichzeitig der, der Ladezeit, Erreichbarkeit und Datenschutz bestimmt. Hier steht, worauf es je Projekttyp ankommt.

Zuletzt geprüft: 26.07.2026

Hosting ist der Teil einer Website, den niemand sieht und der über fast alles entscheidet: wie schnell die Seite lädt, ob sie erreichbar ist, ob eine Datenschutzprüfung sauber durchgeht und wie viel Arbeit ein Umzug macht. Gleichzeitig ist es der Bereich, in dem am häufigsten nach Speicherplatz verglichen wird, also nach der Kennzahl, die am wenigsten aussagt.

Was ein Hosting-Angebot tatsächlich unterscheidet

Serverleistung bei gleichzeitigen Zugriffen. Bei geteiltem Hosting laufen viele Kundenprojekte auf derselben Maschine. Entscheidend ist, wie viele Prozesse ein Vertrag gleichzeitig ausführen darf. Bei billigen Paketen wird hier begrenzt, was sich als sprunghaft langsame Seite zeigt, sobald mehrere Besucher gleichzeitig kommen.

Software-Aktualität. Aktuelle PHP-Version, aktuelle Datenbankversion, HTTP/2 oder HTTP/3, Brotli-Kompression. Ein Hoster, der noch alte PHP-Versionen als Standard fährt, kostet Ladezeit und Sicherheit.

Automatische Backups mit Wiederherstellung im Selbstservice. Ein Backup, das man nur über ein Support-Ticket zurückspielen kann, hilft am Freitagabend nicht.

Serverstandort und Auftragsverarbeitung. Standort innerhalb der EU vereinfacht die Prüfung, ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung ist Pflicht und sollte selbst abrufbar sein. Siehe Serverstandort und DSGVO.

Erreichbarkeit des Supports. Nicht die versprochene Reaktionszeit, sondern die tatsächliche. Ein Anbieter ohne Telefon ist bei einem Totalausfall ein Risiko.

Speicherplatz und Traffic sind bei nahezu allen aktuellen Angeboten so großzügig bemessen, dass sie für normale Websites keine Rolle spielen. Eine typische Firmenwebsite belegt zwischen 50 und 500 Megabyte.

Die Hosting-Arten und wann sie passen

ArtPasst fürAufwandKosten pro Monat
Statisches Hostingstatische Builds, Landingpagesminimal0 bis 5 Euro
Shared Hostingkleine bis mittlere CMS-Seitengering3 bis 15 Euro
Managed WordPressWordPress ohne eigene Wartunggering15 bis 60 Euro
VPSmehrere Projekte, eigene Anforderungenhoch5 bis 40 Euro
Dedizierte ServerSonderfälle, hohe Lastsehr hochab 50 Euro

Für die überwiegende Mehrheit kleiner Websites ist Shared Hosting die richtige Antwort, und für statische Seiten reicht ein kostenloses oder sehr günstiges Angebot mit weltweiter Ausspielung. Ein VPS ist nur sinnvoll, wenn jemand ihn pflegt: Ein nicht aktualisierter Server ist gefährlicher als ein geteiltes Paket. Einzelheiten in Hosting-Arten.

Domains: die einzige Sache, die wirklich Ihnen gehört

Eine Domain kostet je Endung zwischen 5 und 20 Euro im Jahr und ist der einzige Bestandteil eines Webprojekts, der unabhängig von jedem Anbieter besteht. Deshalb gilt eine Regel: Die Domain wird immer beim eigenen Konto registriert, nie über den Dienstleister und nie über den Baukasten.

Wer diese Regel bricht, hat im Konfliktfall keinen Zugriff auf den wichtigsten Vermögenswert der Seite. Ein Transfer ist dann von der Kooperation der Gegenseite abhängig.

Bei der Auswahl:

  • Kurz, sprechbar, ohne Bindestrich-Ketten und ohne Zahlwörter
  • .de für deutsche Zielgruppen, weil vertraut und günstig
  • Tippfehler-Varianten nur dann sichern, wenn Verwechslung tatsächlich wahrscheinlich ist
  • Eine Domain pro Projekt, nicht fünf, die alle auf dasselbe zeigen

Wenn eine Domain schon einmal genutzt wurde, lohnt ein Blick in die Vergangenheit, bevor sie aufgebaut wird: Wer die Domain vorher betrieben hat, wirkt in Form von Altlinks und alten Adressen nach. Details in Domain registrieren.

Was nach dem Vertragsabschluss zu tun ist

  1. SSL aktivieren und Weiterleitung auf HTTPS erzwingen. Kostenlos über Let’s Encrypt, bei jedem seriösen Anbieter integriert. Siehe SSL-Zertifikat.
  2. Eine Schreibweise festlegen. Entweder example.de oder www.example.de ist das Original, die andere Variante leitet dauerhaft dorthin weiter. Zwei erreichbare Varianten bedeuten doppelte Inhalte.
  3. E-Mail sauber einrichten. Eigene Domain in der Absenderadresse, dazu SPF, DKIM und DMARC, sonst landen Nachrichten im Spam. Siehe E-Mail mit eigener Domain.
  4. Backups prüfen. Nicht ob sie laufen, sondern ob eine Wiederherstellung funktioniert. Einmal testen.
  5. Auftragsverarbeitungsvertrag abschließen und ablegen, zusammen mit dem Serverstandort, weil beides in die Datenschutzerklärung gehört.
  6. Antwortzeit messen. Ein erster Referenzwert direkt nach dem Aufsetzen macht spätere Verschlechterungen sichtbar. Siehe Ladezeit messen.

Wann ein Wechsel sich wirklich lohnt

Ein Hoster-Wechsel ist keine Kleinigkeit: Dateien, Datenbank, E-Mail-Postfächer und DNS müssen mitgenommen werden, und in der Übergangszeit sind zwei Server gleichzeitig aktiv. Sinnvoll ist der Wechsel bei anhaltend hohen Antwortzeiten, bei wiederholten Ausfällen, bei veralteten Software-Versionen ohne Aussicht auf Aktualisierung oder wenn der Anbieter keinen Auftragsverarbeitungsvertrag bereitstellt.

Nicht sinnvoll ist er, um zwei Euro im Monat zu sparen. Der Aufwand für einen sauberen Umzug übersteigt die Ersparnis bei kleinen Paketen um ein Vielfaches. Die Reihenfolge, in der ein Umzug ohne Ausfall gelingt, steht in Hosting wechseln.

Hosting-Anbieter im Vergleich

Hosting entscheidet über Ladezeit, Erreichbarkeit und Datenschutz und ist gleichzeitig die Position, an der am häufigsten falsch gespart wird. Alle fünf betreiben ihre Server in Deutschland.

  1. Platz 1: Raidboxes

    Testsieger

    Passt für: Geschäftskritische WordPress-Seiten

    Managed WordPress aus Münster: Updates, Backups, Staging und Sicherheit laufen mit, ohne dass jemand daran denken muss. Teurer als klassisches Webhosting, aber die Stunden, die es spart, kosten mehr.

    ab ca. 9 €/Monat Zu Raidboxes
  2. Platz 2: HostPress

    Bester Support

    Passt für: Projekte, bei denen ein Ausfall Geld kostet

    Der schnellste und kompetenteste Support im Feld, deutschsprachig und tatsächlich technisch. Der höchste Einstiegspreis im Vergleich – gerechtfertigt bei Seiten, die Umsatz tragen, überzogen für einen Blog.

    ab ca. 22 €/Monat Zu HostPress
  3. Platz 3: ALL-INKL

    Preis-Leistung

    Passt für: Kleine bis mittlere Projekte mit eigenem CMS

    Klassisches Webhosting ohne Managed-Aufschlag, seit Jahren stabil und mit deutschem Serverstandort. Updates, Backups und Sicherheit bleiben dabei in der eigenen Verantwortung.

    ab ca. 4,95 €/Monat Zu ALL-INKL
  4. Platz 4: dogado

    Für Unternehmen

    Passt für: Betriebe mit mehreren Domains und Postfächern

    Breites Paketangebot vom einfachen Webhosting bis zum Server, deutscher Anbieter mit passender Rechnungsstellung. Der Funktionsumfang übersteigt bei kleinen Projekten den Bedarf.

    ab ca. 5,99 €/Monat Zu dogado
  5. Platz 5: webgo

    Solider Einstieg

    Passt für: Erste eigene Seite mit CMS statt Baukasten

    Hamburger Anbieter mit ordentlicher Performance und verständlicher Oberfläche. Gute Wahl, wenn der Schritt vom Baukasten zum selbst verwalteten CMS ansteht, ohne gleich Managed-Preise zu zahlen.

    ab ca. 7,95 €/Monat Zu webgo

Wie diese Liste zustande kommt

Sortiert wird nach dem Anwendungsfall, den der Bereich Hosting & Domains behandelt, nicht nach Vergütung. Einzelne Ziele sind Partnerlinks: wird darüber ein Vertrag geschlossen, fließt eine Provision. Für Sie ändert sich der Preis dadurch nicht, und die Reihenfolge ändert sich dadurch auch nicht – auf mehreren Plätzen stehen Anbieter ohne Partnerprogramm. Preisangaben Stand 28.07.2026, ohne Gewähr. Maßgeblich ist immer der Preis beim Anbieter.

Alle Ratgeber in diesem Bereich

Häufige Fragen

Reicht das günstigste Hosting-Paket?

Für eine statische Seite oder eine kleine CMS-Seite mit wenigen Besuchern in der Regel ja. Entscheidend sind nicht Speicherplatz und Traffic, sondern die Serverleistung bei gleichzeitigen Aufrufen, die PHP-Version und ob HTTP/2 sowie moderne Bildformate unterstützt werden.

Muss der Server in Deutschland stehen?

Nein, aber innerhalb der EU oder in einem Land mit Angemessenheitsbeschluss ist die datenschutzrechtliche Prüfung deutlich einfacher. Bei einem Anbieter außerhalb der EU braucht es zusätzliche Garantien, und die Datenschutzerklärung muss die Übermittlung benennen.

Brauche ich für jede Domain ein eigenes Hosting?

Nein. Die meisten Pakete erlauben mehrere Domains auf einem Vertrag. Wichtig ist, dass jede Domain in ein eigenes Verzeichnis zeigt, damit sich die Projekte nicht gegenseitig beeinflussen.

Wie oft sollte man den Hoster wechseln?

Nur bei konkretem Anlass: dauerhaft langsame Antwortzeiten, wiederholte Ausfälle, veraltete Software-Versionen oder ein Support, der bei Störungen nicht erreichbar ist. Ein Wechsel aus Preisgründen lohnt sich bei kleinen Paketen selten.

Einige Links auf diesem Portal sind Empfehlungslinks. Wird darüber ein Vertrag geschlossen, erhält IDA Webdesign unter Umständen eine Vergütung. Für Sie ändert sich am Preis nichts, und die Bewertung eines Anbieters hängt nicht davon ab. Inhalte zu Recht und Datenschutz sind allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung.