Systemvergleiche, Hosting-Checks und Anleitungen für die eigene Website. Was eine Website kostet

Kosten & Preise

Agentur, Freelancer oder selbst bauen: der ehrliche Vergleich

Wer soll die Website bauen? Agentur, Freelancer und Eigenbau im Vergleich nach Kosten, Zeitaufwand, Risiko und Abhängigkeit, mit klaren Empfehlungen je Ausgangslage.

Zuletzt geprüft: 22.08.2026 Lesezeit ca. 4 Minuten

Die Frage, wer eine Website baut, wird meist über den Preis entschieden und sollte über das Risiko entschieden werden. Denn die relevanten Unterschiede zwischen den Wegen liegen nicht nur in der Rechnung, sondern darin, was passiert, wenn etwas nicht funktioniert.

Die vier Wege im direkten Vergleich

KriteriumBaukasten selbstCMS selbstFreelancerAgentur
Einmalkosten0 Euro0 bis 200 Euro500 bis 8.000 Euro5.000 bis 25.000 Euro
Eigene Stunden10 bis 3030 bis 805 bis 2520 bis 60
Bis zur Live-SeiteTageWochen3 bis 8 Wochen6 Wochen bis 6 Monate
GestaltungsniveauVorlageVorlage plus AnpassungVorlage bis eigenes Rastereigenes Erscheinungsbild
Ausfallrisikokeineskeineseine Persongering
Reaktionszeit späterselbstselbstStunden bis Tagevertraglich, oft Tage
Abhängigkeitvom Anbieterkeinevon einer Personvom Vertrag
Wer trägt RechtspflichtenSieSieSieSie

Die letzte Zeile ist die, die am häufigsten missverstanden wird: Nach außen haftet immer der Betreiber der Website. Ein Dienstleister kann intern verantwortlich sein, aber Abmahnung, Beschwerde und behördliche Anfrage richten sich gegen den im Impressum genannten Anbieter. Siehe Recht.

Wann Selbstbau die richtige Antwort ist

  • Der Umfang liegt unter zehn Seiten und wächst nicht absehbar.
  • Es gibt keinen Bedarf an Buchungen, Shop oder Mitgliederbereich.
  • Die Seite muss nicht messbar Aufträge erzeugen, sondern belegen, dass es den Betrieb gibt.
  • Jemand im Haus hat Lust darauf. Das ist keine Nebenbedingung, sondern die entscheidende: Ein Eigenbau, den niemand freiwillig macht, wird nicht fertig.
  • Das Budget liegt unter 1.000 Euro und soll dort bleiben.

Wer selbst baut, sollte den Baukasten dem eigenen CMS vorziehen, wenn keine technische Neigung vorhanden ist. Ein selbst betriebenes CMS ohne Update-Disziplin ist nach einem Jahr ein Sicherheitsproblem. Siehe Baukasten und CMS.

Wann ein Freelancer die richtige Antwort ist

Das ist für kleine und mittlere Betriebe der häufigste sinnvolle Weg. Vorteile: direkter Ansprechpartner, keine Zwischenebene, deutlich günstiger als eine Agentur bei vergleichbarer Qualität im Kernbereich.

Was man absichern sollte:

  1. Zugänge auf eigenen Namen. Domain, Hosting, CMS-Administrator laufen auf Ihr Konto, nicht auf das des Dienstleisters.
  2. Übergabe schriftlich vereinbaren. Welche Zugänge, welche Dateien, welche Dokumentation, zu welchem Zeitpunkt.
  3. Vertretung klären. Was passiert bei Krankheit oder Urlaub, wenn die Seite ausfällt.
  4. Nutzungsrechte. Sie brauchen das Recht, die Seite zu ändern und ändern zu lassen, auch von Dritten.
  5. Wartung separat. Ein eigener kleiner Vertrag oder ein Stundenkontingent, nicht “melde dich, wenn was ist”.

Punkt 1 ist der wichtigste und wird am häufigsten übersehen. Eine Domain, die auf den Dienstleister registriert ist, ist im Streitfall ein Faustpfand.

Wann eine Agentur die richtige Antwort ist

  • Die Seite ist ein Vertriebskanal mit messbarem Umsatzbeitrag.
  • Es sind mehrere Fachrichtungen nötig: Konzept, Text, Fotografie, Entwicklung, Auffindbarkeit.
  • Es gibt Vorgaben aus einem bestehenden Erscheinungsbild oder Konzernrichtlinien.
  • Verbindlichkeit und Ausfallsicherheit sind wichtiger als der Preis.
  • Der Umfang ist so groß, dass eine Einzelperson ihn nicht in vertretbarer Zeit stemmt.

Was eine gute Agentur von einer teuren unterscheidet, zeigt sich schon in der Anfrage: Eine gute Agentur stellt Rückfragen zu Zielgruppe, Zweck und Erfolgsmessung, bevor sie einen Preis nennt. Wer auf eine E-Mail sofort mit einer Zahl antwortet, hat nicht verstanden, was gebaut werden soll, sondern rät. Für die Vorauswahl lohnt ein kuratiertes Verzeichnis mit nachvollziehbaren Kriterien statt einer rohen Trefferliste; wie so etwas aussieht, zeigt beispielhaft die Übersicht der Webdesign-Agenturen in Mannheim, die Anbieter nach Leistungsbreite und Spezialisierung einordnet.

Das Mietmodell, offen gerechnet

Angebote mit “Website ab 79 Euro im Monat, keine Einmalkosten” sind verbreitet und nicht per se unseriös. Man sollte nur wissen, was man kauft.

Bei 79 Euro monatlich über drei Jahre sind das 2.844 Euro. Dafür bekommt man üblicherweise eine Seite auf Vorlagenbasis, Hosting, kleine Änderungen und Wartung. Als Kauf hätte dieselbe Seite etwa 1.500 Euro gekostet, plus 300 Euro laufend über drei Jahre, also 1.800 Euro.

Der Aufpreis von rund 1.000 Euro kauft Bequemlichkeit und Änderungsservice. Das kann sich lohnen. Was er nicht kauft, ist Eigentum: Bei Kündigung bleibt in der Regel nichts. Deshalb gilt: Domain immer selbst registrieren, Texte und Bilder immer selbst archivieren. Dann ist die Kündigung ein Neubau, aber kein Totalverlust.

Kombinieren als wirtschaftlichste Variante

Für viele Projekte ist die Aufteilung besser als jede reine Variante:

Sie liefern: Zweck, Seitenstruktur, Texte, eigene Fotos, Impressumsangaben. Der Dienstleister liefert: Gestaltungsraster, technische Umsetzung, Barrierefreiheit, Performance, Einweisung.

Das senkt die Rechnung um den größten Posten, nämlich Inhalte, und hält die Qualität dort hoch, wo Fachwissen nötig ist. Die Voraussetzung ist eine klare Schnittstelle: ein Termin, bis zu dem die Inhalte vorliegen, und die Bereitschaft, ihn zu halten. Projekte, die auf Inhalte warten, laufen aus dem Zeitplan und werden teurer.

Was in ein vergleichbares Briefing gehört, steht im Briefing-Leitfaden. Wie man die eingehenden Angebote liest, in Angebot richtig lesen.

Die günstigen Wege, nach Preis sortiert

Wenn das Budget die Entscheidung bestimmt, sieht die Rangfolge anders aus als bei der Systemfrage. Sortiert nach dem, was in den ersten zwölf Monaten tatsächlich abfließt, inklusive Domain und Postfach.

  1. Platz 1: IONOS MyWebsite

    Günstigster Gesamtpreis

    Passt für: Kleine Betriebsseite mit allem Nötigen

    Im Aktionsjahr die niedrigsten Gesamtkosten inklusive Domain und Postfach. Entscheidend ist der Preis ab dem zweiten Jahr – der steht im Kleingedruckten und gehört vor der Buchung nachgerechnet.

    ab ca. 1 €/Monat im Einstiegsjahr Zu IONOS MyWebsite
  2. Platz 2: Hostinger Website Builder

    Niedrigster Monatspreis

    Passt für: Wer mehrere Jahre im Voraus zahlen kann

    Der niedrigste Grundpreis im Vergleich, allerdings nur bei Vorauszahlung über 24 bis 48 Monate. Bei monatlicher Zahlung verschwindet der Vorteil vollständig.

    ab ca. 3 €/Monat bei langer Laufzeit Zu Hostinger Website Builder
  3. Platz 3: ALL-INKL

    Günstigstes CMS-Hosting

    Passt für: Selbstbau mit WordPress statt Baukasten

    Unter fünf Euro im Monat für ein Paket, auf dem sich ein vollwertiges CMS betreiben lässt. Die Ersparnis gegenüber dem Baukasten bezahlt man mit Eigenverantwortung für Updates und Backups.

    ab ca. 4,95 €/Monat Zu ALL-INKL
  4. Platz 4: STRATO Homepage-Baukasten

    Kalkulierbar

    Passt für: Wer keine Preissprünge nach dem ersten Jahr will

    Nicht der günstigste Einstieg, dafür weniger Abstand zwischen Aktions- und Folgepreis. Über drei Jahre gerechnet liegt das Ergebnis dichter beieinander, als der erste Blick vermuten lässt.

  5. Platz 5: Wix

    Teuerster im Feld

    Passt für: Wer Gestaltungsfreiheit über den Preis stellt

    Steht hier bewusst auf dem letzten Platz: der höchste Monatspreis der fünf, und Funktionen wie eigene Domain oder Werbefreiheit hängen am Tarif. Gerechtfertigt, wenn die freie Gestaltung den Ausschlag gibt.

    ab ca. 13 €/Monat Zu Wix

Wie diese Liste zustande kommt

Sortiert wird nach dem Anwendungsfall, den der Bereich Kosten & Preise behandelt, nicht nach Vergütung. Einzelne Ziele sind Partnerlinks: wird darüber ein Vertrag geschlossen, fließt eine Provision. Für Sie ändert sich der Preis dadurch nicht, und die Reihenfolge ändert sich dadurch auch nicht – auf mehreren Plätzen stehen Anbieter ohne Partnerprogramm. Preisangaben Stand 28.07.2026, ohne Gewähr. Maßgeblich ist immer der Preis beim Anbieter.

Häufige Fragen

Ist eine Agentur besser als ein Freelancer?

Nicht grundsätzlich. Eine Agentur bietet Ausfallsicherheit, Prozesse und mehrere Fachrichtungen unter einem Dach. Ein guter Freelancer ist günstiger, direkter erreichbar und arbeitet oft sorgfältiger, weil sein Name am Ergebnis hängt. Das Risiko beim Freelancer ist die Abhängigkeit von einer Person.

Woran erkennt man einen unseriösen Anbieter?

An drei Mustern: Preis ohne Rückfragen zum Umfang, Verweigerung der Übergabe von Zugängen, und ein Vertrag, der die Website als Mietmodell ohne Eigentumsübergang gestaltet, ohne dass das offen benannt wird.

Sollte man die Website mieten?

Nur mit offenen Augen. Mietmodelle mit 60 bis 200 Euro monatlich ohne Einmalkosten sind bequem, aber nach drei Jahren teurer als der Kauf, und am Ende gehört die Seite nicht Ihnen. Wer mietet, sollte wissen, was bei Kündigung bleibt.

Kann man Teile selbst machen und Teile beauftragen?

Ja, und das ist oft die wirtschaftlichste Variante. Häufig sinnvoll: Struktur und Texte selbst, Design und technische Umsetzung beauftragt. Wichtig ist, die Schnittstelle klar zu ziehen, damit nicht beide Seiten auf den anderen warten.

Passt dazu

Einige Links auf diesem Portal sind Empfehlungslinks. Wird darüber ein Vertrag geschlossen, erhält IDA Webdesign unter Umständen eine Vergütung. Für Sie ändert sich am Preis nichts, und die Bewertung eines Anbieters hängt nicht davon ab. Inhalte zu Recht und Datenschutz sind allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung.