Was kostet eine Website im Monat? Für eine kleine, selbst gepflegte Seite realistisch 10 bis 35 Euro, für ein gewartetes CMS-Projekt 50 bis 150 Euro, für einen kleinen Shop mit Gebühren 100 bis 200 Euro. Das ist die kurze Antwort. Die lange steht darunter, denn die Monatsrate setzt sich aus einem halben Dutzend Posten zusammen, von denen im Angebot meist nur einer steht: Die Kosten für den Bau stehen im Angebot, die Kosten für den Betrieb laufen dafür jeden Monat weiter.
Die Monatsrechnung im Überblick
| Posten | Pro Monat | Anmerkung |
|---|---|---|
| Domain | 1 bis 2 Euro | pro Endung, im ersten Jahr oft inklusive |
| Hosting, statisch | 0 bis 5 Euro | für statische Builds |
| Hosting, Shared | 5 bis 15 Euro | für CMS-Seiten |
| Managed WordPress | 15 bis 60 Euro | Wartung enthalten |
| Baukasten-Abo | 10 bis 35 Euro | Hosting und SSL enthalten |
| Theme-Lizenz | 0 bis 9 Euro | meist jährlich abgerechnet |
| Plugin-Lizenzen | 0 bis 25 Euro | Formulare, Buchung, Backup |
| Wartungsvertrag | 20 bis 100 Euro | Updates, Backups, kleine Änderungen |
| Rechtstexte-Aktualisierung | 0 bis 25 Euro | Muster bis Anwaltsdienst |
| Consent-Werkzeug | 0 bis 10 Euro | nur bei einwilligungspflichtigen Diensten |
| Bildlizenzen | 0 bis 35 Euro | eigene Fotos sind billiger und besser |
| Buchungs- oder Formulardienst | 0 bis 25 Euro | je nach Volumen |
| Zahlungsgebühren | 1,5 bis 3 Prozent | nur bei Shops, plus Festbetrag je Vorgang |
| Inhaltspflege | eigene Zeit | der größte reale Posten |
Viele dieser Posten werden jährlich abgerechnet. Für die Planung lohnt trotzdem die Umrechnung auf den Monat, weil sie den Vergleich mit Abo- und Mietmodellen ehrlich macht, und weil sie zeigt, dass die Monatsrate einer Website nie null ist, auch wenn der Bau bezahlt ist.
Drei Beispielbudgets als Monatsrate
Handwerksbetrieb, Baukasten, fünf Seiten
Abo 15 Euro monatlich, Domain rund 1 Euro, Rechtstexte über einen Mustergenerator ohne Abo, keine Wartung, Pflege eine Stunde pro Quartal.
Summe: rund 16 Euro im Monat (195 Euro im Jahr) plus vier Stunden eigene Zeit jährlich.
Beratung, WordPress selbst betrieben, 20 Seiten plus Blog
Hosting 12 Euro monatlich, Domain rund 1 Euro, Theme-Lizenz umgerechnet 7 Euro, Formular-Plugin umgerechnet 4 Euro, Backup über den Hoster, Rechtstexte-Aktualisierungsdienst 10 Euro, Pflege und Updates zwei Stunden monatlich in Eigenleistung.
Summe: rund 34 Euro im Monat (407 Euro im Jahr) plus 24 Stunden eigene Zeit.
Mit eingekaufter Wartung statt Eigenleistung: plus 40 bis 60 Euro monatlich, dafür ohne die 24 Stunden.
Kleiner Shop, gehostete Plattform, 60 Artikel
Plattform 40 Euro monatlich, Domain rund 1 Euro, Rechtstexte mit Shop-Umfang und Aktualisierungsdienst 20 Euro, Zahlungsgebühren rund 2 Prozent plus 30 Cent je Vorgang, Pflege vier Stunden monatlich.
Bei 60.000 Euro Jahresumsatz und 800 Bestellungen: Zahlungsgebühren rund 120 Euro im Monat.
Summe: rund 180 Euro im Monat (2.175 Euro im Jahr) plus 48 Stunden eigene Zeit, ohne Werbebudget.
Monatsrate ist nicht gleich Monatsrate: Abo, Miete, Betrieb
Wer nach den Monatskosten einer Website sucht, meint eine von drei verschiedenen Fragen, und die Antworten unterscheiden sich erheblich:
Das Baukasten-Abo (10 bis 35 Euro) enthält Hosting, SSL und Updates. Es ist die vollständigste Monatsrate am Markt; dazu kommen nur Domain und eigene Zeit.
Das Mietmodell beim Dienstleister (60 bis 200 Euro) enthält Bau, Betrieb und meist kleine Änderungen, aber die Seite gehört am Ende häufig nicht dem Betreiber. Über drei Jahre gerechnet ist die Miete fast immer teurer als der Kauf; wer sie erwägt, sollte die Gesamtsumme über die Laufzeit neben ein Kaufangebot legen. Der Vergleich der Beauftragungswege steht in Website erstellen lassen: Kosten.
Der Betrieb einer gekauften Seite (die Tabellen oben) ist die Rate, die nach der Übergabe tatsächlich anfällt und die diese Seite durchrechnet.
Die Posten, die überraschen
Aktionspreise, die auslaufen. Bei Hosting und Baukästen ist der Preis im ersten Jahr fast immer rabattiert. Der Verlängerungspreis steht in der Preisübersicht, häufig als Fußnote, und liegt nicht selten beim Doppelten. Der Preis im zweiten Jahr ist der echte Monatspreis.
Jährliche Lizenzverlängerungen. Viele Premium-Themes und Plugins werden als “einmalig gekauft” wahrgenommen, verlängern aber jährlich für Updates und Support. Ohne Verlängerung läuft das Produkt weiter, erhält aber keine Sicherheitsupdates mehr.
Domains, die vergessen werden. Wer fünf Schutz-Domains registriert hat, zahlt fünfmal. Nach zwei Jahren lohnt die Prüfung, welche davon tatsächlich gebraucht werden.
Der Zahlungsanbieter beim Shop. Der Festbetrag je Vorgang ist bei kleinen Warenkörben der relevante Teil: 30 Cent bei 8 Euro Bestellwert sind fast 4 Prozent.
Rechtstexte, die veralten. Gesetzesänderungen betreffen regelmäßig Shops. Ein Aktualisierungsdienst ist günstiger als eine Abmahnung, aber er ist ein laufender Posten.
Inhaltspflege: der Posten ohne Rechnung
Eine Website, die drei Jahre unverändert bleibt, verliert Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit, unabhängig davon, was sie gekostet hat. Der realistische Aufwand:
- Preise und Öffnungszeiten aktuell halten: eine Stunde im Quartal
- Neue Referenzen und Fotos: zwei Stunden im Quartal
- Bei einem CMS Updates und Prüfung: eine Stunde im Monat
- Neue Inhalte, wenn Sichtbarkeit wachsen soll: vier bis acht Stunden im Monat
Der letzte Punkt ist optional und der einzige, der Wachstum erzeugt. Die ersten drei erhalten den Bestand.
Wer weiß, dass diese Zeit nicht vorhanden ist, sollte bewusst eine Seite bauen, die sie nicht verlangt: wenige Seiten, keine Termine, keine Preise, die veralten, keine Blogfunktion. Eine ehrlich kleine Seite, die stimmt, ist besser als eine große, die halb veraltet ist.
Wie man die Monatsrate im Angebot findet
Drei Fragen an jeden Anbieter, deren Antworten die laufenden Kosten offenlegen:
- Welche Posten fallen nach dem Livegang an, und in welcher Höhe pro Monat oder Jahr?
- Welche Lizenzen verlängern sich, und was passiert ohne Verlängerung?
- Was kostet eine Änderung nach der Übergabe, und was ist im Wartungsvertrag enthalten?
Ein Anbieter, der diese drei Fragen präzise beantwortet, hat das Projekt durchdacht. Worauf beim Lesen des Angebots sonst zu achten ist, steht in Angebot richtig lesen, die Einmalkosten für den Bau in Was kostet eine Website.