Systemvergleiche, Hosting-Checks und Anleitungen für die eigene Website. Was eine Website kostet

Kosten & Preise

Website erstellen lassen: was es kostet und wovon der Preis abhängt

Was es kostet, eine Website erstellen zu lassen: Preise nach Anbieter-Typ vom Studenten bis zur Agentur, was in den Preisstufen enthalten ist, Warnzeichen bei Billig- und Mietangeboten und der Weg zu vergleichbaren Angeboten.

Zuletzt geprüft: 22.08.2026 Lesezeit ca. 4 Minuten

Wer eine Website erstellen lassen will, bekommt auf dieselbe Anfrage Angebote zwischen 500 und 15.000 Euro, und das Verstörende daran: Meist ist keines davon unseriös. Die Preise beschreiben verschiedene Leistungen, die alle “Website” heißen. Diese Seite ordnet die Anbieter-Typen mit ihren realistischen Preisspannen, zeigt, was in den Preisstufen jeweils enthalten ist, und wie man Angebote vergleichbar macht.

Die Anbieter-Typen im Vergleich

Anbieter-TypTypischer PreisStärkeRisiko
Bekannter oder Student300 bis 1.000 Eurogünstig, flexibelVerfügbarkeit endet mit dem Semester, keine Gewährleistung
Freelancer, Theme-basiert500 bis 2.500 Euroschnell, gutes Preis-Leistungs-VerhältnisQualität streut stark, eine Person als Engpass
Freelancer oder Studio mit Konzept3.000 bis 8.000 EuroStruktur, Text und Design aus einer HandAuswahl braucht Sorgfalt, Referenzen prüfen
Agentur8.000 bis 25.000 EuroProzesse, Team, VerlässlichkeitOverhead zahlt mit, kleine Projekte sind Nebensache
Website-Mietmodell60 bis 200 Euro monatlichkein Startkapital nötigüber Jahre teurer, Eigentum oft beim Anbieter
Baukasten-Dienstleister300 bis 1.500 Euroniedrige Folgekosten, einfache PflegeGrenzen des Baukastens gelten mit

Die Spannen überlappen sich, und genau das ist die Erkenntnis: Der Anbieter-Typ allein sagt wenig über den Preis. Ein sehr guter Freelancer mit Konzeptarbeit kostet mehr als eine Agentur, die ein Theme befüllt. Entscheidend ist die Leistungsliste dahinter.

Was in den Preisstufen tatsächlich enthalten ist

Bis etwa 1.000 Euro: Umsetzung. Ein fertiges Theme wird eingerichtet und mit Ihren Texten und Bildern befüllt. Konzept, Textarbeit, Fotografie und Auffindbarkeit sind nicht enthalten, und das ist bei diesem Preis auch korrekt so. Dieser Weg funktioniert, wenn Sie genau wissen, was auf die Seite soll, und die Inhalte fertig liefern.

1.000 bis 3.000 Euro: Umsetzung mit Anpassung. Theme-Anpassung an Ihre Farben und Logo, Grundeinrichtung von Kontaktformular und Rechtstext-Seiten, Einweisung. Texte weiterhin von Ihnen; einzelne Anbieter übernehmen leichte Überarbeitung.

3.000 bis 10.000 Euro: das eigentliche Projekt. Hier beginnt die Arbeit, die eine Website von einer Pflichtübung zum Vertriebskanal macht: Struktur- und Zielgruppenarbeit, redaktionelle Texte, eigenes Gestaltungsraster, Bildkonzept, saubere Übergabe. Der Preisunterschied zur Stufe darunter kauft keine schönere Seite, sondern andere Arbeit.

Ab 10.000 Euro: Sonderfälle. Shops mit Anbindungen, Buchungsplattformen, Mehrsprachigkeit, Migrationen großer Bestände. Hier bestimmt der Funktionsumfang den Preis, nicht das Design. Die vollständige Preislogik mit durchgerechneten Beispielen steht in Was kostet eine Website.

Die Posten, die bei “erstellen lassen” gern untergehen

Die eigene Mitarbeit. Auch ein voll beauftragtes Projekt kostet Sie 10 bis 25 Stunden: Inhalte zusammenstellen, Entwürfe prüfen, Freigaben erteilen. Projekte scheitern häufiger an fehlenden Zulieferungen des Auftraggebers als am Dienstleister.

Texte. Der größte Einzelposten nach der Umsetzung selbst. Redaktionelle Arbeit kostet 80 bis 250 Euro pro Seite. Steht im Angebot “Texte werden bereitgestellt”, sind Sie damit gemeint.

Der Betrieb. Hosting, Domain, Lizenzen, Wartung und Pflege laufen nach der Übergabe monatlich weiter. Die vollständige Betriebsrechnung steht in Was kostet eine Website im Monat.

Der Ausstieg. Was kostet es, den Anbieter zu wechseln? Bei sauberen Projekten: nichts außer dem neuen Dienstleister. Bei Mietmodellen und proprietären Systemen: unter Umständen die ganze Seite noch einmal.

Warnzeichen, die Geld sparen

  1. Ein Preis ohne Rückfragen. Wer ein Angebot schreibt, ohne den Umfang zu klären, kalkuliert entweder Nacharbeit ein oder liefert Standard, egal was Sie brauchen.
  2. “Inklusive SEO” als Pauschalversprechen. Gemeint ist meist die technische Grundeinrichtung. Sichtbarkeit entsteht aus Struktur und Inhalten, und die stehen in solchen Angeboten selten drin.
  3. Zugänge bleiben beim Anbieter. Domain, Hosting und Administratorzugang gehören auf Ihren Namen. Ohne das sind Sie bei jedem Konflikt erpressbar.
  4. Mietmodell ohne Ausstiegsregelung. Wenn nicht schriftlich feststeht, was bei Kündigung mit Domain und Inhalten passiert, ist die niedrige Monatsrate der teuerste Posten des Angebots.
  5. Unbegrenzte Änderungen. Klingt großzügig, ist aber ein Zeichen, dass der Anbieter über den Wartungsvertrag zurückverdient, was im Bau zu billig war.

Wie man ein konkretes Angebot Zeile für Zeile prüft, steht in Angebot richtig lesen, und die Grundsatzentscheidung zwischen den Wegen in Agentur, Freelancer oder Selbstbau.

So werden Angebote vergleichbar

Der Hebel gegen die Preisstreuung ist ein einheitliches Briefing. Es muss keine zwanzig Seiten haben, sondern sechs Angaben enthalten: Zweck der Seite und wichtigste Zielhandlung, Seitenliste, wer welche Inhalte liefert, gewünschte Funktionen, Vorbilder mit Begründung, und was nach dem Livegang passieren soll.

Mit diesen Angaben angefragt, rücken die Angebote erstaunlich nah zusammen, und die verbleibenden Unterschiede zeigen echte Qualitätsunterschiede statt Interpretationsspielraum. Sie können dafür unsere strukturierte Projektanfrage über das Briefing-Formular nutzen: Vorhaben einmal vollständig beschreiben, und wir ordnen ein, welcher Weg und welches Budget realistisch dazu passen.

Die günstigen Wege, nach Preis sortiert

Wenn das Budget die Entscheidung bestimmt, sieht die Rangfolge anders aus als bei der Systemfrage. Sortiert nach dem, was in den ersten zwölf Monaten tatsächlich abfließt, inklusive Domain und Postfach.

  1. Platz 1: IONOS MyWebsite

    Günstigster Gesamtpreis

    Passt für: Kleine Betriebsseite mit allem Nötigen

    Im Aktionsjahr die niedrigsten Gesamtkosten inklusive Domain und Postfach. Entscheidend ist der Preis ab dem zweiten Jahr – der steht im Kleingedruckten und gehört vor der Buchung nachgerechnet.

    ab ca. 1 €/Monat im Einstiegsjahr Zu IONOS MyWebsite
  2. Platz 2: Hostinger Website Builder

    Niedrigster Monatspreis

    Passt für: Wer mehrere Jahre im Voraus zahlen kann

    Der niedrigste Grundpreis im Vergleich, allerdings nur bei Vorauszahlung über 24 bis 48 Monate. Bei monatlicher Zahlung verschwindet der Vorteil vollständig.

    ab ca. 3 €/Monat bei langer Laufzeit Zu Hostinger Website Builder
  3. Platz 3: ALL-INKL

    Günstigstes CMS-Hosting

    Passt für: Selbstbau mit WordPress statt Baukasten

    Unter fünf Euro im Monat für ein Paket, auf dem sich ein vollwertiges CMS betreiben lässt. Die Ersparnis gegenüber dem Baukasten bezahlt man mit Eigenverantwortung für Updates und Backups.

    ab ca. 4,95 €/Monat Zu ALL-INKL
  4. Platz 4: STRATO Homepage-Baukasten

    Kalkulierbar

    Passt für: Wer keine Preissprünge nach dem ersten Jahr will

    Nicht der günstigste Einstieg, dafür weniger Abstand zwischen Aktions- und Folgepreis. Über drei Jahre gerechnet liegt das Ergebnis dichter beieinander, als der erste Blick vermuten lässt.

  5. Platz 5: Wix

    Teuerster im Feld

    Passt für: Wer Gestaltungsfreiheit über den Preis stellt

    Steht hier bewusst auf dem letzten Platz: der höchste Monatspreis der fünf, und Funktionen wie eigene Domain oder Werbefreiheit hängen am Tarif. Gerechtfertigt, wenn die freie Gestaltung den Ausschlag gibt.

    ab ca. 13 €/Monat Zu Wix

Wie diese Liste zustande kommt

Sortiert wird nach dem Anwendungsfall, den der Bereich Kosten & Preise behandelt, nicht nach Vergütung. Einzelne Ziele sind Partnerlinks: wird darüber ein Vertrag geschlossen, fließt eine Provision. Für Sie ändert sich der Preis dadurch nicht, und die Reihenfolge ändert sich dadurch auch nicht – auf mehreren Plätzen stehen Anbieter ohne Partnerprogramm. Preisangaben Stand 28.07.2026, ohne Gewähr. Maßgeblich ist immer der Preis beim Anbieter.

Häufige Fragen

Was kostet es, eine professionelle Website erstellen zu lassen?

Eine kleine Firmenwebsite vom Freelancer mit angepasstem Theme kostet 900 bis 2.500 Euro, ein Projekt mit Konzept, Texten und eigenem Design 3.000 bis 10.000 Euro, ein umfassendes Agenturprojekt 8.000 bis 25.000 Euro. Entscheidend ist nicht der Anbieter-Typ allein, sondern was im Preis enthalten ist.

Warum bekomme ich Angebote zwischen 500 und 15.000 Euro für dieselbe Anfrage?

Weil die Anfrage Interpretationsspielraum lässt und jeder Anbieter etwas anderes hineinliest: Der eine kalkuliert das Befüllen eines Themes mit gelieferten Texten, der andere Konzept, Redaktion, Fotografie und Betreuung. Vergleichbar werden Angebote erst mit einem Briefing, das Umfang und Leistungsgrenzen festlegt.

Ist eine Website für 500 Euro seriös machbar?

Ja, mit klaren Grenzen: ein fertiges Theme, gelieferte Texte und Bilder, wenige Seiten, keine Extras. Unseriös wird es, wenn für diesen Preis Konzept, Texte und Auffindbarkeit versprochen werden, denn diese Arbeit steckt dann entweder nicht drin oder wird über versteckte Folgekosten nachberechnet.

Website mieten oder kaufen?

Mietmodelle mit 60 bis 200 Euro monatlich ohne Einmalkosten sind bequem, aber über drei Jahre gerechnet fast immer teurer als der Kauf, und am Ende gehört die Seite häufig nicht Ihnen. Wer mietet, sollte vorher klären, was bei Kündigung mit Domain, Inhalten und Design passiert.

Passt dazu

Einige Links auf diesem Portal sind Empfehlungslinks. Wird darüber ein Vertrag geschlossen, erhält IDA Webdesign unter Umständen eine Vergütung. Für Sie ändert sich am Preis nichts, und die Bewertung eines Anbieters hängt nicht davon ab. Inhalte zu Recht und Datenschutz sind allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung.