Systemvergleiche, Hosting-Checks und Anleitungen für die eigene Website. Was eine Website kostet

Kosten & Preise

Was kostet eine Website? Die Rechnung ohne Schönfärberei

Realistische Preise für Website-Projekte: Baukasten, Freelancer, Agentur und Eigenbau im Vergleich, Preistabellen nach Website-Typ, Einmal- und Folgekosten und drei durchgerechnete Beispiele.

Zuletzt geprüft: 22.08.2026 Lesezeit ca. 7 Minuten

Die Frage nach dem Preis einer Website ist so beantwortbar wie die Frage nach dem Preis eines Fahrzeugs: Es gibt eine Antwort, aber erst nachdem klar ist, was damit gemacht werden soll. Die Kurzfassung: Eine selbst gebaute Baukasten-Seite kostet rund 200 Euro im Jahr, ein beauftragtes Projekt beim Freelancer 500 bis 8.000 Euro, ein Agenturprojekt 8.000 bis 25.000 Euro, ein Shop je nach Umfang 1.500 bis weit über 15.000 Euro. Diese Seite ordnet die Preise nach Weg und Umfang, rechnet drei typische Fälle vollständig durch und benennt die Posten, die in Angeboten fehlen.

Was den Preis tatsächlich bestimmt

Nicht das Design, sondern fünf andere Größen:

Anzahl der Seitenvorlagen, nicht der Seiten. Eine Website mit vierzig Unterseiten, die alle dieselbe Vorlage nutzen, ist billiger als eine mit sechs Seiten, von denen jede eigenständig aufgebaut ist.

Herkunft der Inhalte. Wer Texte und Bilder liefert, spart den größten Einzelposten. Redaktionelle Arbeit kostet je Seite 80 bis 250 Euro, ein Fototermin 400 bis 1.500 Euro.

Funktionen jenseits von Inhalten. Formular, Buchungslogik, Mitgliederbereich, Shop, Mehrsprachigkeit. Jede Funktion ist ein eigener Posten mit eigener Prüfung und eigenem Wartungsanteil.

Grad der Individualisierung. Vorlage einfärben, Vorlage umbauen oder eigenes Gestaltungsraster entwickeln sind drei verschiedene Aufwände im Verhältnis von etwa 1 zu 3 zu 8.

Verantwortungsumfang. Ob der Dienstleister nur baut oder auch Struktur, Rechtstexte, Barrierefreiheit, Auffindbarkeit und Einweisung verantwortet.

Preisniveaus im Überblick

WegEinmaligPro JahrZeitaufwand bei Ihnen
Baukasten, selbst gebaut0 Euro120 bis 400 Euro10 bis 30 Stunden
CMS, selbst gebaut0 bis 200 Euro80 bis 350 Euro30 bis 80 Stunden
Freelancer, Standard-Theme500 bis 2.500 Euro100 bis 400 Euro5 bis 15 Stunden
Freelancer oder kleine Agentur mit Konzept3.000 bis 8.000 Euro300 bis 1.200 Euro10 bis 25 Stunden
Agentur, umfassendes Projekt8.000 bis 25.000 Euro600 bis 3.000 Euro20 bis 60 Stunden
Shop, klein1.500 bis 6.000 Euro500 bis 1.800 Euro20 bis 50 Stunden
Shop, mit Warenwirtschaftab 15.000 Euroab 2.000 Euroerheblich

Die Spalte rechts wird in Angeboten nie genannt und ist der Posten, der am häufigsten unterschätzt wird. Auch ein beauftragtes Projekt verlangt Zeit: Inhalte zusammenstellen, Entwürfe prüfen, Korrekturen benennen, Freigaben erteilen.

Preise nach Website-Typ

Dieselben Zahlen aus der anderen Richtung, sortiert nach dem, was gebaut werden soll. Die Spannen setzen voraus, dass Texte und Bilder überwiegend geliefert werden; redaktionelle Arbeit kommt gegebenenfalls dazu.

Website-TypTypischer UmfangBeauftragt, realistisch
Onepager oder Visitenkarten-Seite1 Seite, Kontakt400 bis 1.200 Euro
Firmenwebsite klein5 bis 8 Seiten900 bis 3.500 Euro
Firmenwebsite mit Konzept10 bis 20 Seiten, Struktur- und Textarbeit3.500 bis 10.000 Euro
Website mit Blog oder Ratgeberbereichplus Vorlagen für Beiträge und Übersichtenplus 500 bis 1.500 Euro
Terminbuchung oder Mitgliederbereichje Funktionplus 300 bis 1.500 Euro
Kleiner Shopbis etwa 100 Artikel1.500 bis 6.000 Euro
Shop mit AnbindungenWarenwirtschaft, Schnittstellenab 15.000 Euro
Mehrsprachigkeitje zusätzlicher Spracheplus 20 bis 40 Prozent

Zwei Lesarten dieser Tabelle sind wichtig. Erstens: Der Sprung von der kleinen Firmenwebsite zum Konzept-Projekt kauft nicht mehr Seiten, sondern andere Arbeit, nämlich Struktur, Texte und ein eigenes Erscheinungsbild. Zweitens: Funktionen addieren sich nicht nur im Bau, sondern auch im Betrieb, jede bringt laufende Kosten und Pflege mit.

Drei durchgerechnete Beispiele

Handwerksbetrieb, fünf Seiten, Anfragen per Telefon

Anforderung: Startseite, Leistungen, Referenzen, Über uns, Kontakt. Fotos vom letzten Projekt vorhanden, Texte werden selbst geschrieben.

Weg Baukasten: 0 Euro einmalig, 15 Euro monatlich, Domain 15 Euro jährlich. Ergibt 195 Euro im ersten Jahr, dazu rund 20 Stunden eigene Arbeit. Rechtstexte über einen Generator, kostenlos bis 100 Euro.

Weg Freelancer: 900 bis 1.800 Euro einmalig für Aufbau mit angepasstem Theme, Hosting 8 Euro monatlich, Domain 15 Euro jährlich, keine Wartung. Ergibt rund 1.100 bis 2.000 Euro im ersten Jahr, dazu 6 Stunden eigene Arbeit.

Bewertung: Bei einem Betrieb, der über Empfehlung ausgelastet ist, ist der Baukasten die richtige Antwort. Bei einem Betrieb, der Aufträge über Suche gewinnen muss, ist die Differenz von etwa 1.500 Euro nach einem einzigen zusätzlichen Auftrag eingespielt.

Beratung mit Fachbeiträgen, 15 Seiten plus Blog

Anforderung: eigenes Erscheinungsbild, redaktionelle Texte für sechs Seiten, Blogfunktion mit Kategorien, Newsletter-Anmeldung, Terminbuchung.

Aufbau mit CMS und angepasstem Theme: 2.400 bis 4.000 Euro. Redaktion für sechs Seiten: 700 bis 1.400 Euro. Buchungsanbindung: 300 bis 800 Euro. Rechtstexte anwaltlich geprüft: 300 bis 600 Euro. Summe einmalig: 3.700 bis 6.800 Euro.

Laufend: Hosting 15 Euro monatlich, Domain 15 Euro jährlich, Theme-Lizenz 80 Euro jährlich, Buchungsdienst 12 Euro monatlich, Wartungsvertrag 40 Euro monatlich. Summe: rund 900 Euro jährlich.

Shop, 60 Artikel, Versand innerhalb Deutschlands

Gehostete Plattform, Standard-Design angepasst: 1.800 bis 3.500 Euro. Produktdaten und Bilder für 60 Artikel: 600 bis 1.800 Euro, abhängig davon, wie viel selbst geliefert wird. Rechtstexte mit Shop-Umfang, anwaltlich: 400 bis 900 Euro. Zahlungsanbindung einrichten: 200 bis 500 Euro. Summe einmalig: 3.000 bis 6.700 Euro.

Laufend: Plattform 40 Euro monatlich, Domain 15 Euro jährlich, Zahlungsgebühren rund 2 Prozent vom Umsatz, Rechtstexte-Aktualisierungsdienst 100 Euro jährlich. Bei 60.000 Euro Jahresumsatz ergibt das rund 1.800 Euro jährlich ohne Werbebudget.

Und pro Monat?

Wer in Monatsraten denkt, etwa weil ein Baukasten-Abo gegen ein Mietmodell abzuwägen ist, findet die vollständige Monatsrechnung mit allen Betriebsposten in Was kostet eine Website im Monat. Als Orientierung: Eine kleine Seite läuft ab etwa 10 bis 35 Euro monatlich, ein Mietmodell beim Dienstleister liegt bei 60 bis 200 Euro monatlich, und ein kleiner Shop kommt mit Gebühren auf 100 bis 200 Euro monatlich.

Die Posten, die in Angeboten fehlen

  • Texte und deren Abstimmungsrunden
  • Fotos, entweder Termin oder Lizenzen
  • Rechtstexte und deren Aktualisierung
  • Barrierefreiheitsprüfung und Nachbesserung, seit dem BFSG kein Kür-Posten mehr, siehe BFSG-Pflichten
  • Weiterleitungen von alten Adressen bei einem Relaunch
  • Einweisung und Dokumentation der Zugänge
  • Wartung nach dem Livegang

Der fünfte Punkt ist bei einem Relaunch der teuerste vergessene Posten: Ohne Weiterleitungsplan verliert eine bestehende Seite Sichtbarkeit, und die Wiederherstellung kostet mehr als der Plan gekostet hätte. Siehe Relaunch-Kosten.

Wann welcher Weg wirtschaftlich ist

Eine einfache Rechnung, die die Entscheidung meist klärt: durchschnittlicher Auftragswert mal erwartete zusätzliche Aufträge pro Jahr.

Liegt das Ergebnis unter 1.000 Euro, ist der Baukasten die vernünftige Wahl. Liegt es zwischen 1.000 und 5.000 Euro, ist ein Freelancer mit angepasstem Theme angemessen. Liegt es darüber, rechnet sich ein Projekt mit Konzept, weil dann die Qualität der Seite unmittelbar auf den Umsatz durchschlägt.

Die Gegenrechnung ist genauso wichtig: Zwanzig Stunden eigene Arbeit sind bei einem abrechenbaren Stundensatz von 60 Euro ein Gegenwert von 1.200 Euro. Wer diesen Betrag nicht mit einrechnet, hält den Eigenbau für billiger, als er ist. Der direkte Vergleich der Wege steht in Agentur, Freelancer oder Selbstbau, die Preislogik beim Beauftragen im Detail in Website erstellen lassen: Kosten.

Angebot einholen: der kürzeste Weg zu vergleichbaren Preisen

Der Grund, warum Angebote für dieselbe Website um den Faktor zehn auseinanderliegen, ist fast nie Willkür, sondern dass jeder Anbieter etwas anderes hineininterpretiert. Vergleichbar werden Angebote erst durch ein einheitliches Briefing: Umfang, Seitenliste, wer welche Inhalte liefert, welche Funktionen dazugehören und was nach dem Livegang passiert.

Wer diese Angaben einmal sauber zusammenstellt, bekommt Angebote, die sich tatsächlich nebeneinanderlegen lassen, und erkennt sofort, welcher Anbieter das Projekt verstanden hat. Genau dafür gibt es unsere strukturierte Projektanfrage über das Briefing-Formular: Sie beschreiben Ihr Vorhaben einmal vollständig, wir ordnen ein, welcher Weg und welches Budget dazu passen. Wie man die eingehenden Angebote anschließend liest und vergleicht, steht in Angebot richtig lesen.

Die günstigen Wege, nach Preis sortiert

Wenn das Budget die Entscheidung bestimmt, sieht die Rangfolge anders aus als bei der Systemfrage. Sortiert nach dem, was in den ersten zwölf Monaten tatsächlich abfließt, inklusive Domain und Postfach.

  1. Platz 1: IONOS MyWebsite

    Günstigster Gesamtpreis

    Passt für: Kleine Betriebsseite mit allem Nötigen

    Im Aktionsjahr die niedrigsten Gesamtkosten inklusive Domain und Postfach. Entscheidend ist der Preis ab dem zweiten Jahr – der steht im Kleingedruckten und gehört vor der Buchung nachgerechnet.

    ab ca. 1 €/Monat im Einstiegsjahr Zu IONOS MyWebsite
  2. Platz 2: Hostinger Website Builder

    Niedrigster Monatspreis

    Passt für: Wer mehrere Jahre im Voraus zahlen kann

    Der niedrigste Grundpreis im Vergleich, allerdings nur bei Vorauszahlung über 24 bis 48 Monate. Bei monatlicher Zahlung verschwindet der Vorteil vollständig.

    ab ca. 3 €/Monat bei langer Laufzeit Zu Hostinger Website Builder
  3. Platz 3: ALL-INKL

    Günstigstes CMS-Hosting

    Passt für: Selbstbau mit WordPress statt Baukasten

    Unter fünf Euro im Monat für ein Paket, auf dem sich ein vollwertiges CMS betreiben lässt. Die Ersparnis gegenüber dem Baukasten bezahlt man mit Eigenverantwortung für Updates und Backups.

    ab ca. 4,95 €/Monat Zu ALL-INKL
  4. Platz 4: STRATO Homepage-Baukasten

    Kalkulierbar

    Passt für: Wer keine Preissprünge nach dem ersten Jahr will

    Nicht der günstigste Einstieg, dafür weniger Abstand zwischen Aktions- und Folgepreis. Über drei Jahre gerechnet liegt das Ergebnis dichter beieinander, als der erste Blick vermuten lässt.

  5. Platz 5: Wix

    Teuerster im Feld

    Passt für: Wer Gestaltungsfreiheit über den Preis stellt

    Steht hier bewusst auf dem letzten Platz: der höchste Monatspreis der fünf, und Funktionen wie eigene Domain oder Werbefreiheit hängen am Tarif. Gerechtfertigt, wenn die freie Gestaltung den Ausschlag gibt.

    ab ca. 13 €/Monat Zu Wix

Wie diese Liste zustande kommt

Sortiert wird nach dem Anwendungsfall, den der Bereich Kosten & Preise behandelt, nicht nach Vergütung. Einzelne Ziele sind Partnerlinks: wird darüber ein Vertrag geschlossen, fließt eine Provision. Für Sie ändert sich der Preis dadurch nicht, und die Reihenfolge ändert sich dadurch auch nicht – auf mehreren Plätzen stehen Anbieter ohne Partnerprogramm. Preisangaben Stand 28.07.2026, ohne Gewähr. Maßgeblich ist immer der Preis beim Anbieter.

Häufige Fragen

Gibt es einen Durchschnittspreis für eine Website?

Nur einen irreführenden. Der Median für kleine Firmenwebsites in Deutschland liegt bei beauftragter Umsetzung grob im Bereich von 1.500 bis 4.000 Euro, aber die Streuung ist so groß, dass der Wert für die eigene Planung nichts hergibt. Aussagekräftig ist erst die Zuordnung von Preis zu Leistungsumfang.

Was kostet eine einfache Website mit fünf Seiten?

Selbst gebaut im Baukasten rund 200 Euro im ersten Jahr plus eigene Zeit. Vom Freelancer mit angepasstem Theme 900 bis 1.800 Euro einmalig. Mit eigenem Konzept, redaktionellen Texten und Gestaltung ab etwa 3.000 Euro. Alle drei Antworten sind korrekt, sie beschreiben nur verschiedene Leistungen.

Warum sind manche Angebote so billig?

Weil sie weniger enthalten. Häufig fehlen Konzept, Texte, Bilder, Rechtstexte, Einweisung und Nachbetreuung. Ein Angebot über 600 Euro kann korrekt kalkuliert sein, wenn der Auftrag lautet, ein gekauftes Theme mit gelieferten Inhalten zu füllen.

Kann ich in Raten zahlen?

Bei Freelancern und Agenturen ist eine Aufteilung üblich, meist ein Drittel bei Auftrag, ein Drittel bei Freigabe des Entwurfs, ein Drittel bei Übergabe. Wichtig ist, dass die letzte Zahlung erst nach Übergabe aller Zugänge fällig wird.

Was ist teurer als gedacht?

Texte. Wer sie nicht selbst schreibt, zahlt für redaktionelle Arbeit typischerweise zwischen 80 und 250 Euro pro Seite. In vielen gescheiterten Projekten war nicht das Budget das Problem, sondern dass niemand die Inhalte geliefert hat.

Passt dazu

Einige Links auf diesem Portal sind Empfehlungslinks. Wird darüber ein Vertrag geschlossen, erhält IDA Webdesign unter Umständen eine Vergütung. Für Sie ändert sich am Preis nichts, und die Bewertung eines Anbieters hängt nicht davon ab. Inhalte zu Recht und Datenschutz sind allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung.