Unabhängiges Portal ohne Agenturvertrieb. Wie dieses Portal finanziert wird

Budget

Was eine Website kostet, und warum die Spannen so groß sind

Zwischen 0 Euro und fünfstelligen Beträgen liegt fast alles, und beide Enden können richtig sein. Dieser Bereich rechnet die Wege durch, inklusive laufender Kosten.

Zuletzt geprüft: 26.07.2026

Die Frage “was kostet eine Website” hat eine ehrliche Antwort: zwischen null und mehreren zehntausend Euro, und beide Enden können für den jeweiligen Fall korrekt sein. Was fehlt, ist meist nicht der Preis, sondern die Zuordnung: welcher Preis zu welchem Leistungsumfang und zu welchem Zweck gehört.

Dieser Bereich rechnet die Wege durch, inklusive der Kosten, die in Angeboten selten stehen und trotzdem anfallen.

Die vier Preisniveaus

Null bis 400 Euro im Jahr, Eigenbau mit Baukasten. Keine Einmalkosten, ein Monatsabo, Vorlagen statt eigenem Design. Enthalten sind Hosting, SSL und Updates. Nicht enthalten: Texte, Bilder, Struktur, Rechtstexte. Der Zeitaufwand liegt bei zehn bis dreißig Stunden, überwiegend für Inhalte.

500 bis 2.500 Euro einmalig, Freelancer mit Standard-Theme. Ein angepasstes Theme, vorhandene Texte werden eingesetzt, drei bis acht Seiten. Realistisch, wenn Sie Inhalte liefern. Alles, was darüber hinausgeht, ist Zusatzaufwand: Textarbeit, Fotografie, Übersetzungen, Buchungslogik.

3.000 bis 10.000 Euro, Projekt mit Konzept. Struktur- und Zielgruppenarbeit, eigenes Gestaltungsraster, redaktionelle Texte, Bildkonzept, Einweisung, Übergabe. Das ist das Niveau, auf dem eine Website als Vertriebskanal gebaut wird und nicht als Pflichtübung.

Ab 10.000 Euro, Sonderfälle. Shop mit Warenwirtschaftsanbindung, Buchungsplattform, Mehrsprachigkeit über drei Sprachen, individuelle Funktionen, Migration großer Bestände. Hier entscheidet der Funktionsumfang, nicht das Design.

Die vollständige Rechnung inklusive Beispielen steht in Was kostet eine Website, der direkte Vergleich der Umsetzungswege in Agentur, Freelancer oder Selbstbau.

Die Kosten, die in Angeboten fehlen

Fast jedes Angebot beschreibt den Bau. Was danach kommt, steht selten drin:

PostenTypisch pro JahrAnmerkung
Domain8 bis 20 Europro Endung
Hosting60 bis 300 Euroje nach System
Theme- oder Plugin-Lizenzen0 bis 300 Eurooft jährliche Verlängerung
Wartung und Updates0 bis 1.200 Euroselbst oder beauftragt
Rechtstexte, generiert oder geprüft0 bis 300 EuroMuster bis anwaltliche Prüfung
Consent-Werkzeug0 bis 120 Euronur bei einwilligungspflichtigen Diensten
Bilder und Lizenzen0 bis 400 Euroeigene Fotos sind billiger und besser
Inhaltspflegeeigene Zeitder größte reale Posten

Der letzte Posten ist der, an dem Projekte tatsächlich sterben. Eine Website, die drei Jahre lang unverändert bleibt, verliert Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit, unabhängig davon, wie teuer sie war. Wer keine Kapazität für Pflege hat, sollte bewusst eine Seite bauen, die keine braucht: wenige Seiten, keine Termine, keine Preise, die veralten. Details in Laufende Kosten.

Wie ein Angebot vergleichbar wird

Vergleichbarkeit entsteht nicht durch Nachfragen bei drei Anbietern, sondern durch ein identisches Briefing an drei Anbieter. Mindestens gehören hinein:

  1. Zweck der Seite und die eine Handlung, die ein Besucher ausführen soll
  2. Seitenliste mit Anzahl und Art der Unterseiten
  3. Wer liefert Texte, wer Bilder
  4. Benötigte Funktionen: Formular, Buchung, Shop, Sprachen, Kartendarstellung
  5. Wer pflegt die Seite danach, und mit welchem Vorwissen
  6. Budgetrahmen, offen genannt
  7. Wunschtermin

Punkt 6 wird oft verschwiegen, weil die Sorge besteht, dann genau diesen Betrag zu zahlen. Der Effekt ist umgekehrt: Ohne Budget kalkuliert jeder Anbieter ein anderes Projekt, und die Angebote lassen sich nicht vergleichen. Was in ein Briefing gehört, steht im Briefing-Leitfaden; worauf man beim Lesen eines Angebots achtet, in Angebot richtig lesen.

Zwei Rechnungen, die die Entscheidung erleichtern

Was ist ein Auftrag wert? Ein Betrieb mit einem durchschnittlichen Auftragswert von 3.000 Euro braucht zwei zusätzliche Aufträge, damit eine Website für 5.000 Euro sich im ersten Jahr amortisiert. Ein Betrieb mit 80 Euro Auftragswert braucht 63. Dieselbe Website, völlig unterschiedliche Bewertung.

Was kostet die eigene Zeit? Zwanzig Stunden Eigenbau sind nicht kostenlos. Wer in dieser Zeit abrechenbar arbeiten könnte, zahlt den Eigenbau mit entgangenem Umsatz, und zwar oft mehr als ein Freelancer verlangt hätte.

Beide Rechnungen führen häufiger zu “beauftragen” als der Bauchgefühl-Vergleich, bei dem nur die Rechnung des Dienstleisters sichtbar ist und die eigene Zeit als frei gilt.

Alle Ratgeber in diesem Bereich

Website-Baukasten

Baukasten-Anbieter

Für Seiten, die schnell live müssen und danach selbst gepflegt werden. Hosting, SSL und Updates sind im Preis enthalten.

Vergleich in Vorbereitung

Zum Umgang mit Empfehlungen

Empfehlungen entstehen aus der Sachfrage, nicht aus der Vergütung. Anbieter werden erst aufgenommen, wenn sie in einem konkreten Anwendungsfall die beste Antwort sind. Solange ein Vergleich hier nicht steht, ist er noch nicht belastbar.

Häufige Fragen

Warum liegen Angebote für dieselbe Website so weit auseinander?

Weil sie unterschiedliche Leistungen enthalten. Ein Angebot über 900 Euro umfasst meist ein angepasstes Standard-Theme mit vorhandenen Texten. Ein Angebot über 9.000 Euro umfasst Konzept, Struktur, Texte, Bilder, eigenes Design und Einweisung. Vergleichbar werden Angebote nur über ein einheitliches Briefing.

Was kostet eine Website im Jahr, wenn sie fertig ist?

Bei einem Baukasten 120 bis 360 Euro. Bei einem selbst gepflegten CMS 60 bis 300 Euro für Hosting und Domain plus eigene Zeit. Mit Wartungsvertrag kommen 200 bis 1.200 Euro jährlich hinzu, je nach Umfang und Reaktionszeit.

Ist ein Pauschalpreis oder ein Stundensatz besser?

Für einen klar umrissenen Auftrag der Pauschalpreis, weil das Risiko beim Anbieter liegt. Für laufende Betreuung und Änderungen ein Stundensatz oder ein Kontingent. Gefährlich ist die Pauschale bei unklarem Umfang, weil dann jeder Zusatzwunsch zu einem Streitpunkt wird.

Lohnt sich eine teure Website für einen kleinen Betrieb?

Nur, wenn die Seite messbar zu Aufträgen führt. Bei einem Betrieb, der über Empfehlung ausgelastet ist, genügt eine korrekte, schnelle und aktuelle Visitenkarten-Seite. Bei einem Betrieb, der neue Kundschaft über Suche gewinnen muss, ist die Website ein Vertriebskanal und entsprechend zu bewerten.

Projekt beschreiben, Einschätzung bekommen

Wenn nach dem Lesen offen bleibt, welcher Weg zum eigenen Projekt passt: Beschreiben Sie kurz, was gebraucht wird. Sie erhalten eine Einordnung mit Systemempfehlung und realistischem Budgetrahmen.

Projekt anfragen

  • Systemempfehlung mit Begründung
  • Realistischer Budgetrahmen
  • Hinweis auf Pflichten und Aufwand
  • Keine Vertriebskette im Hintergrund
Einige Links auf diesem Portal sind Empfehlungslinks. Wird darüber ein Vertrag geschlossen, erhält IDA Webdesign unter Umständen eine Vergütung. Für Sie ändert sich am Preis nichts, und die Bewertung eines Anbieters hängt nicht davon ab. Inhalte zu Recht und Datenschutz sind allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung.