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Kosten & Preise

Was kostet eine Website? Die Rechnung ohne Schönfärberei

Realistische Preise für Website-Projekte: Baukasten, Freelancer, Agentur und Eigenbau im Vergleich, mit Einmal- und Folgekosten und drei durchgerechneten Beispielen.

Zuletzt geprüft: 26.07.2026 Lesezeit ca. 4 Minuten

Die Frage nach dem Preis einer Website ist so beantwortbar wie die Frage nach dem Preis eines Fahrzeugs: Es gibt eine Antwort, aber erst nachdem klar ist, was damit gemacht werden soll. Diese Seite ordnet Preise nach Weg und Umfang und rechnet drei typische Fälle vollständig durch.

Was den Preis tatsächlich bestimmt

Nicht das Design, sondern fünf andere Größen:

Anzahl der Seitenvorlagen, nicht der Seiten. Eine Website mit vierzig Unterseiten, die alle dieselbe Vorlage nutzen, ist billiger als eine mit sechs Seiten, von denen jede eigenständig aufgebaut ist.

Herkunft der Inhalte. Wer Texte und Bilder liefert, spart den größten Einzelposten. Redaktionelle Arbeit kostet je Seite 80 bis 250 Euro, ein Fototermin 400 bis 1.500 Euro.

Funktionen jenseits von Inhalten. Formular, Buchungslogik, Mitgliederbereich, Shop, Mehrsprachigkeit. Jede Funktion ist ein eigener Posten mit eigener Prüfung und eigenem Wartungsanteil.

Grad der Individualisierung. Vorlage einfärben, Vorlage umbauen oder eigenes Gestaltungsraster entwickeln sind drei verschiedene Aufwände im Verhältnis von etwa 1 zu 3 zu 8.

Verantwortungsumfang. Ob der Dienstleister nur baut oder auch Struktur, Rechtstexte, Barrierefreiheit, Auffindbarkeit und Einweisung verantwortet.

Preisniveaus im Überblick

WegEinmaligPro JahrZeitaufwand bei Ihnen
Baukasten, selbst gebaut0 Euro120 bis 400 Euro10 bis 30 Stunden
CMS, selbst gebaut0 bis 200 Euro80 bis 350 Euro30 bis 80 Stunden
Freelancer, Standard-Theme500 bis 2.500 Euro100 bis 400 Euro5 bis 15 Stunden
Freelancer oder kleine Agentur mit Konzept3.000 bis 8.000 Euro300 bis 1.200 Euro10 bis 25 Stunden
Agentur, umfassendes Projekt8.000 bis 25.000 Euro600 bis 3.000 Euro20 bis 60 Stunden
Shop, klein1.500 bis 6.000 Euro500 bis 1.800 Euro20 bis 50 Stunden
Shop, mit Warenwirtschaftab 15.000 Euroab 2.000 Euroerheblich

Die Spalte rechts wird in Angeboten nie genannt und ist der Posten, der am häufigsten unterschätzt wird. Auch ein beauftragtes Projekt verlangt Zeit: Inhalte zusammenstellen, Entwürfe prüfen, Korrekturen benennen, Freigaben erteilen.

Drei durchgerechnete Beispiele

Handwerksbetrieb, fünf Seiten, Anfragen per Telefon

Anforderung: Startseite, Leistungen, Referenzen, Über uns, Kontakt. Fotos vom letzten Projekt vorhanden, Texte werden selbst geschrieben.

Weg Baukasten: 0 Euro einmalig, 15 Euro monatlich, Domain 15 Euro jährlich. Ergibt 195 Euro im ersten Jahr, dazu rund 20 Stunden eigene Arbeit. Rechtstexte über einen Generator, kostenlos bis 100 Euro.

Weg Freelancer: 900 bis 1.800 Euro einmalig für Aufbau mit angepasstem Theme, Hosting 8 Euro monatlich, Domain 15 Euro jährlich, keine Wartung. Ergibt rund 1.100 bis 2.000 Euro im ersten Jahr, dazu 6 Stunden eigene Arbeit.

Bewertung: Bei einem Betrieb, der über Empfehlung ausgelastet ist, ist der Baukasten die richtige Antwort. Bei einem Betrieb, der Aufträge über Suche gewinnen muss, ist die Differenz von etwa 1.500 Euro nach einem einzigen zusätzlichen Auftrag eingespielt.

Beratung mit Fachbeiträgen, 15 Seiten plus Blog

Anforderung: eigenes Erscheinungsbild, redaktionelle Texte für sechs Seiten, Blogfunktion mit Kategorien, Newsletter-Anmeldung, Terminbuchung.

Aufbau mit CMS und angepasstem Theme: 2.400 bis 4.000 Euro. Redaktion für sechs Seiten: 700 bis 1.400 Euro. Buchungsanbindung: 300 bis 800 Euro. Rechtstexte anwaltlich geprüft: 300 bis 600 Euro. Summe einmalig: 3.700 bis 6.800 Euro.

Laufend: Hosting 15 Euro monatlich, Domain 15 Euro jährlich, Theme-Lizenz 80 Euro jährlich, Buchungsdienst 12 Euro monatlich, Wartungsvertrag 40 Euro monatlich. Summe: rund 900 Euro jährlich.

Shop, 60 Artikel, Versand innerhalb Deutschlands

Gehostete Plattform, Standard-Design angepasst: 1.800 bis 3.500 Euro. Produktdaten und Bilder für 60 Artikel: 600 bis 1.800 Euro, abhängig davon, wie viel selbst geliefert wird. Rechtstexte mit Shop-Umfang, anwaltlich: 400 bis 900 Euro. Zahlungsanbindung einrichten: 200 bis 500 Euro. Summe einmalig: 3.000 bis 6.700 Euro.

Laufend: Plattform 40 Euro monatlich, Domain 15 Euro jährlich, Zahlungsgebühren rund 2 Prozent vom Umsatz, Rechtstexte-Aktualisierungsdienst 100 Euro jährlich. Bei 60.000 Euro Jahresumsatz ergibt das rund 1.800 Euro jährlich ohne Werbebudget.

Die Posten, die in Angeboten fehlen

  • Texte und deren Abstimmungsrunden
  • Fotos, entweder Termin oder Lizenzen
  • Rechtstexte und deren Aktualisierung
  • Barrierefreiheitsprüfung und Nachbesserung
  • Weiterleitungen von alten Adressen bei einem Relaunch
  • Einweisung und Dokumentation der Zugänge
  • Wartung nach dem Livegang

Der fünfte Punkt ist bei einem Relaunch der teuerste vergessene Posten: Ohne Weiterleitungsplan verliert eine bestehende Seite Sichtbarkeit, und die Wiederherstellung kostet mehr als der Plan gekostet hätte. Siehe Relaunch-Kosten.

Wann welcher Weg wirtschaftlich ist

Eine einfache Rechnung, die die Entscheidung meist klärt: durchschnittlicher Auftragswert mal erwartete zusätzliche Aufträge pro Jahr.

Liegt das Ergebnis unter 1.000 Euro, ist der Baukasten die vernünftige Wahl. Liegt es zwischen 1.000 und 5.000 Euro, ist ein Freelancer mit angepasstem Theme angemessen. Liegt es darüber, rechnet sich ein Projekt mit Konzept, weil dann die Qualität der Seite unmittelbar auf den Umsatz durchschlägt.

Die Gegenrechnung ist genauso wichtig: Zwanzig Stunden eigene Arbeit sind bei einem abrechenbaren Stundensatz von 60 Euro ein Gegenwert von 1.200 Euro. Wer diesen Betrag nicht mit einrechnet, hält den Eigenbau für billiger, als er ist. Der direkte Vergleich der Wege steht in Agentur, Freelancer oder Selbstbau.

Häufige Fragen

Gibt es einen Durchschnittspreis für eine Website?

Nur einen irreführenden. Der Median für kleine Firmenwebsites in Deutschland liegt bei beauftragter Umsetzung grob im Bereich von 1.500 bis 4.000 Euro, aber die Streuung ist so groß, dass der Wert für die eigene Planung nichts hergibt. Aussagekräftig ist erst die Zuordnung von Preis zu Leistungsumfang.

Warum sind manche Angebote so billig?

Weil sie weniger enthalten. Häufig fehlen Konzept, Texte, Bilder, Rechtstexte, Einweisung und Nachbetreuung. Ein Angebot über 600 Euro kann korrekt kalkuliert sein, wenn der Auftrag lautet, ein gekauftes Theme mit gelieferten Inhalten zu füllen.

Kann ich in Raten zahlen?

Bei Freelancern und Agenturen ist eine Aufteilung üblich, meist ein Drittel bei Auftrag, ein Drittel bei Freigabe des Entwurfs, ein Drittel bei Übergabe. Wichtig ist, dass die letzte Zahlung erst nach Übergabe aller Zugänge fällig wird.

Was ist teurer als gedacht?

Texte. Wer sie nicht selbst schreibt, zahlt für redaktionelle Arbeit typischerweise zwischen 80 und 250 Euro pro Seite. In vielen gescheiterten Projekten war nicht das Budget das Problem, sondern dass niemand die Inhalte geliefert hat.

Passt dazu

Einige Links auf diesem Portal sind Empfehlungslinks. Wird darüber ein Vertrag geschlossen, erhält IDA Webdesign unter Umständen eine Vergütung. Für Sie ändert sich am Preis nichts, und die Bewertung eines Anbieters hängt nicht davon ab. Inhalte zu Recht und Datenschutz sind allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung.