Systemvergleiche, Hosting-Checks und Anleitungen für die eigene Website. Was eine Website kostet

Kosten & Preise

Was ein Relaunch kostet, und welcher Posten am häufigsten fehlt

Was ein Website-Relaunch kostet: Positionen im Einzelnen, drei Beispielbudgets, der teuerste vergessene Posten und wann ein Relaunch sich nicht lohnt.

Zuletzt geprüft: 26.07.2026 Lesezeit ca. 4 Minuten

Ein Relaunch ist selten billiger als ein Neubau, weil zwei Arbeiten hinzukommen, die es bei einer neuen Domain nicht gibt: die Übernahme des Bestands und die Sicherung der bestehenden Sichtbarkeit.

Die Positionen

PostenAufwandTypische Kosten
Bestandsaufnahme, Adressliste, Analyse0,5 bis 2 Tage300 bis 1.500 Euro
Konzept und Struktur1 bis 5 Tage600 bis 4.000 Euro
Gestaltung2 bis 10 Tage1.200 bis 8.000 Euro
Technische Umsetzung3 bis 15 Tage1.800 bis 12.000 Euro
Inhalte übernehmen0,5 bis 5 Tage300 bis 3.000 Euro
Inhalte überarbeitenje Seite80 bis 250 Euro pro Seite
Weiterleitungsplan0,5 bis 3 Tage300 bis 2.500 Euro
Funktionen ersetzenvariabel300 bis 5.000 Euro
Rechtstexte anpassen0,5 Tag200 bis 900 Euro
Barrierefreiheit prüfen und nachbessern1 bis 3 Tage600 bis 2.500 Euro
Testen und Umschalten0,5 bis 1 Tag300 bis 900 Euro
Nachbeobachtung, vier Wochen0,5 Tag300 bis 900 Euro

Die Spannen sind groß, weil sie unterschiedliche Projektgrößen abbilden. Der Anteil der Positionen ist dagegen relativ stabil: Umsetzung und Gestaltung machen etwa die Hälfte aus, Inhalte ein Viertel, alles Übrige das letzte Viertel.

Drei Beispielbudgets

Kleine Firmenwebsite, 8 Seiten, Baukasten zu CMS

Bestandsaufnahme 300 Euro, Struktur 400 Euro, Gestaltung mit angepasstem Theme 1.200 Euro, Umsetzung 1.500 Euro, Inhalte übernehmen 300 Euro, Weiterleitungen 300 Euro, Rechtstexte 250 Euro, Barrierefreiheit 600 Euro, Test und Umschaltung 300 Euro.

Summe: rund 5.150 Euro.

Wer Inhalte selbst überträgt und die Rechtstexte selbst erstellt, kommt auf etwa 4.600 Euro.

Gewachsene Website, 60 Seiten plus Blog, WordPress zu WordPress

Bestandsaufnahme 900 Euro, Konzept 1.800 Euro, Gestaltung 3.500 Euro, Umsetzung 4.500 Euro, Inhalte übernehmen 1.200 Euro, zehn Seiten überarbeiten 1.500 Euro, Weiterleitungsplan für 180 Adressen 1.200 Euro, Rechtstexte 500 Euro, Barrierefreiheit 1.500 Euro, Test und Umschaltung 600 Euro, Nachbeobachtung 500 Euro.

Summe: rund 18.200 Euro.

Shop, 200 Artikel, Systemwechsel

Bestandsaufnahme 1.500 Euro, Konzept 3.000 Euro, Gestaltung 4.500 Euro, Umsetzung 9.000 Euro, Produktdaten migrieren 2.500 Euro, Kategorietexte 2.000 Euro, Weiterleitungsplan 2.500 Euro, Zahlungs- und Versandanbindung 1.500 Euro, Rechtstexte mit Shop-Umfang 900 Euro, Barrierefreiheit inklusive Kasse 2.500 Euro, Test und Umschaltung 900 Euro, Nachbeobachtung 900 Euro.

Summe: rund 34.200 Euro.

Der Posten, der am häufigsten fehlt

Der Weiterleitungsplan. Er wird als technische Kleinigkeit behandelt und ist die Versicherung gegen den größten möglichen Schaden.

Die Rechnung ist eindeutig: Ein Plan für 180 Adressen kostet etwa 1.200 Euro. Fehlt er, verliert eine Seite typischerweise 30 bis 80 Prozent ihrer Sichtbarkeit, und die Wiederherstellung dauert Monate. Bei einer Seite, die über die Suche Aufträge bringt, entspricht das einem Ausfall, der ein Vielfaches kostet.

Ein Anbieter, der behauptet, das gehe mit drei Regeln, hat den Aufwand nicht verstanden. Details in Relaunch planen.

Zwei weitere unterschätzte Posten

Barrierefreiheit. Bei einer bestehenden Seite mit vielen Bildern ohne Alternativtexte, kontrastarmen Farben und einem Theme ohne Fokusmarkierung ist das echte Arbeit. Wer sie in den Relaunch legt, zahlt einmal. Wer sie danach nachrüstet, zahlt zweimal.

Inhalte überarbeiten. Ein Relaunch, der Texte kürzt, weil das neue Design luftiger ist, entfernt genau das, wofür die Seiten gefunden wurden. Wer Inhalte reduziert, sollte wissen, welche Seiten damit an Substanz verlieren.

Wann ein Relaunch sich nicht lohnt

Wenn das Problem inhaltlich ist. Eine Seite, die nicht gefunden wird, weil sie zu drei Themen je einen Absatz hat, wird durch neues Design nicht gefunden. Für dasselbe Budget entstehen fünfzehn gute Seiten, die ranken können.

Wenn nur die Ladezeit stört. Bilder optimieren, Caching aktivieren, Schriften lokal ausliefern, Fremdskripte reduzieren. Das kostet einen Bruchteil und bringt bei einer typischen Seite mehr als ein Neubau. Siehe Ladezeit messen.

Wenn nur das Theme das Problem ist. Ein Wechsel auf ein schlankes Theme mit dem Block-Editor ist deutlich billiger als ein Systemwechsel.

Wenn niemand die neue Seite pflegen wird. Dann entsteht in drei Jahren dasselbe Problem mit einer neueren Optik.

Die Reihenfolge, die Geld spart

  1. Prüfen, was das eigentliche Problem ist: Inhalt, Technik, Optik oder Pflege
  2. Wenn Inhalt: Inhalte angehen, nicht neu bauen
  3. Wenn Technik: Ladezeit und Hosting prüfen, bevor über einen Neubau nachgedacht wird
  4. Wenn Optik oder System: Relaunch, mit vollständigem Weiterleitungsplan im Budget
  5. Wenn Pflege: klären, wer künftig zuständig ist, bevor gebaut wird

Schritt 1 wird meist übersprungen, weil ein Relaunch die sichtbarste Maßnahme ist. Er ist selten die günstigste.

Häufige Fragen

Ist ein Relaunch teurer als ein Neubau?

Häufig ja, weil zwei Arbeiten hinzukommen: die Bestandsaufnahme mit Inhaltsübernahme und der Weiterleitungsplan. Bei einer gewachsenen Seite mit zweihundert Adressen sind das mehrere Personentage, die bei einem Neubau entfallen.

Welcher Posten fehlt am häufigsten?

Der Weiterleitungsplan. Er kostet je nach Umfang wenige hundert bis wenige tausend Euro und verhindert einen Sichtbarkeitsverlust, dessen Behebung ein Vielfaches kostet.

Kann man einen Relaunch in Etappen machen?

Bei großen Seiten ja, Bereich für Bereich. Vorteil: Fehler treten früh und begrenzt auf. Nachteil: zwei Systeme parallel und übergangsweise ein inkonsistentes Erscheinungsbild.

Wann lohnt sich ein Relaunch nicht?

Wenn das eigentliche Problem inhaltlich ist. Eine Seite, die nicht gefunden wird, weil sie zu drei Themen je einen Absatz hat, wird durch neues Design nicht gefunden. Dann sind Inhalte die günstigere Investition.

Passt dazu

Einige Links auf diesem Portal sind Empfehlungslinks. Wird darüber ein Vertrag geschlossen, erhält IDA Webdesign unter Umständen eine Vergütung. Für Sie ändert sich am Preis nichts, und die Bewertung eines Anbieters hängt nicht davon ab. Inhalte zu Recht und Datenschutz sind allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung.