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Einstieg

Website erstellen: der Weg von der Idee zur Live-Seite

Wer heute eine Website braucht, hat drei realistische Wege: selbst mit einem Baukasten, selbst mit einem CMS oder mit fremder Hilfe. Dieser Bereich sortiert die Entscheidung, statt sie zu verkomplizieren.

Zuletzt geprüft: 26.07.2026

Eine Website zu erstellen ist heute kein technisches Problem mehr. Die Werkzeuge sind gut, günstig und in wenigen Minuten einsatzbereit. Was Projekte scheitern lässt, sind fast immer Entscheidungen, die vor dem ersten Klick getroffen werden müssten und stattdessen unterwegs improvisiert werden.

Dieser Bereich geht die Reihenfolge durch, in der ein Webprojekt sinnvoll entsteht: erst Zweck und Struktur, dann System, dann Gestaltung, dann Inhalte, dann Livegang. Wer diese Reihenfolge einhält, baut einmal. Wer sie umdreht, baut zweimal.

Die einzige Frage, die am Anfang steht

Nicht “wie soll die Seite aussehen”, sondern: was soll auf dieser Seite passieren?

Die Antwort ist erstaunlich oft nur eine von vier:

  • Anrufe oder Anfragen erzeugen (Handwerk, Praxis, Beratung, Dienstleistung)
  • Buchungen erzeugen (Ferienwohnung, Termin, Kurs, Tisch)
  • Produkte verkaufen (Shop)
  • Vertrauen belegen, wenn der Kontakt anderswo entsteht (Empfehlungsgeschäft, Bewerbung, Verein)

Jeder dieser Zwecke führt zu einer anderen Seite. Eine Anfrage-Website braucht drei bis fünf Seiten, eine sichtbare Telefonnummer und einen Beleg dafür, dass es echte Menschen mit echten Referenzen gibt. Eine Buchungs-Website braucht Verfügbarkeiten, Preise und Bilder in einer Qualität, die den Preis rechtfertigt. Ein Shop braucht eine Systemlandschaft, die auch dann noch funktioniert, wenn dreihundert Artikel drin sind.

Wer diese Frage nicht beantwortet, landet bei der Website, die alles ein bisschen macht: eine Startseite mit einem Begrüßungstext, eine Leistungsseite mit einer Liste, ein Kontaktformular. Technisch fehlerfrei und wirkungslos.

Die vier Wege im Überblick

WegPasst, wennEinmaligLaufend
BaukastenUmfang klein, Zeit knapp, Pflege selbst0 Euro10 bis 30 Euro pro Monat
CMS in EigenregieSie regelmäßig selbst arbeiten wolleneigene Zeit, ggf. Theme5 bis 25 Euro pro Monat
Statischer BuildTechnisches Interesse vorhanden, Inhalte stabileigene Zeit0 bis 10 Euro pro Monat
Umsetzung durch DritteDie Seite Umsatz erzeugen muss1.500 bis 15.000 EuroHosting plus Wartung

Die Spannen sind groß, weil sie unterschiedliche Projekte abbilden. Eine Handwerkerseite mit fünf Unterseiten und eine Buchungsplattform mit Kalenderanbindung stehen in derselben Zeile, sind aber verschiedene Aufgaben. Die Detailrechnung steht in Kosten und Preise.

Wichtiger als der Preis ist die Frage, wer die Seite in zwei Jahren pflegt. Ein Baukasten, der einmal im Quartal ein neues Foto bekommt, ist besser als ein maßgeschneidertes CMS, in dem sich niemand mehr einloggt.

Reihenfolge, die funktioniert

  1. Zweck festlegen. Ein Satz, geschrieben, nicht gedacht.
  2. Seitenliste erstellen. Welche Seiten gibt es, was steht drauf, welche Seite führt zur Handlung. Details in Struktur planen.
  3. Texte für die drei wichtigsten Seiten schreiben. Vor dem Design, weil Design den Text abbildet und nicht umgekehrt.
  4. System wählen. Erst jetzt, weil die Anforderungen jetzt bekannt sind. Siehe Baukasten und CMS.
  5. Domain und Hosting klären. Siehe Domain registrieren und Hosting.
  6. Aufbauen. Struktur zuerst, Feinheiten später.
  7. Pflichten abarbeiten. Impressum, Datenschutz, Cookies, Barrierefreiheit. Siehe Recht und Barrierefreiheit.
  8. Prüfen und live gehen. Siehe Launch-Checkliste.

Punkt 3 ist der, der am häufigsten übersprungen wird, und der, dessen Auslassen am meisten kostet. Ein Designer, der ohne Texte gestaltet, gestaltet Platzhalter. Sobald echte Texte kommen, passt das Layout nicht mehr, und es wird nachgebaut.

Was Anfänger typischerweise zu viel machen

Zu viele Seiten. Fünf gute Seiten schlagen zwanzig halbe. Jede Seite muss gepflegt werden, und jede leere Seite senkt den Eindruck der ganzen Site.

Zu viele Funktionen. Ein Blog, der nach zwei Beiträgen einschläft, schadet mehr als kein Blog. Eine Newsletter-Anmeldung ohne Newsletter ebenso.

Zu viel Bewegung. Animationen, Slider und Parallax-Effekte kosten Ladezeit und Aufmerksamkeit. Ein Slider auf der Startseite wird in der Praxis überwiegend an der ersten Folie gelesen und dann weggescrollt.

Zu wenig Kontakt. Telefonnummer im Kopf jeder Seite, Adresse im Fuß, Formular kurz. Wer Anfragen will, macht das Anfragen leicht.

Was Anfänger typischerweise zu wenig machen

Mobil prüfen. Der überwiegende Teil der Besucher kommt vom Telefon. Eine Seite, die am Notebook gebaut und nie am Telefon geöffnet wurde, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Layoutproblem.

Ladezeit messen. Ein unkomprimiertes Foto aus der Kamera ist schnell fünf Megabyte groß. Vier davon auf der Startseite, und die Seite ist auf dem Mobilfunknetz unbenutzbar. Siehe Performance.

Pflichten ernst nehmen. Impressum und Datenschutzerklärung sind keine Formalie, sondern der Teil, für den es Abmahnungen gibt. Seit Juni 2025 kommt für viele Anbieter die Barrierefreiheit hinzu.

Backups. Auch beim Baukasten. Texte und Bilder sollten außerhalb des Systems liegen, damit ein Anbieterwechsel nicht bei null beginnt.

Wenn Sie nicht selbst bauen wollen

Das ist eine legitime Entscheidung, und für Seiten, die Geld verdienen sollen, oft die richtige. Der Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Beauftragung liegt fast vollständig im Briefing: Wer klar sagt, was die Seite leisten soll, welche Inhalte vorliegen und was das Budget ist, bekommt vergleichbare Angebote. Wer “eine schöne moderne Website” bestellt, bekommt Angebote zwischen 800 und 12.000 Euro und kann sie nicht vergleichen.

Der Briefing-Leitfaden enthält die Punkte, die in eine Anfrage gehören. Website erstellen lassen geht die Auswahl und die Vertragsfragen durch.

Alle Ratgeber in diesem Bereich

Womit die Seite gebaut wird

Website-Baukasten

Baukasten-Anbieter

Für Seiten, die schnell live müssen und danach selbst gepflegt werden. Hosting, SSL und Updates sind im Preis enthalten.

Vergleich in Vorbereitung

Webhosting

Hosting-Anbieter

Eigene Kontrolle über Server, Domains und Mail. Sinnvoll ab dem Moment, in dem ein CMS oder ein eigener Build ins Spiel kommt.

Vergleich in Vorbereitung

Zum Umgang mit Empfehlungen

Empfehlungen entstehen aus der Sachfrage, nicht aus der Vergütung. Anbieter werden erst aufgenommen, wenn sie in einem konkreten Anwendungsfall die beste Antwort sind. Solange ein Vergleich hier nicht steht, ist er noch nicht belastbar.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, eine Website zu erstellen?

Mit einem Baukasten und vorhandenen Texten sind zwei bis drei Tage realistisch. Ein selbst aufgesetztes CMS mit eigenem Design braucht eher zwei bis sechs Wochen, wobei der größte Teil davon auf Inhalte entfällt, nicht auf Technik. Beauftragte Projekte liegen je nach Umfang bei sechs Wochen bis mehreren Monaten.

Was muss vor dem ersten Klick fertig sein?

Drei Dinge: eine Liste der Seiten, die es geben soll, die Antwort auf die Frage, was ein Besucher auf der Seite tun soll, und die Texte für die wichtigsten drei Seiten. Wer mit dem Design anfängt, baut in der Regel zweimal.

Brauche ich für eine kleine Website überhaupt eine Domain?

Ja. Die Subdomain eines Baukastens funktioniert technisch, wirkt aber unfertig und lässt sich später nicht mitnehmen. Eine eigene Domain kostet unter zwanzig Euro im Jahr und ist der einzige Teil des Projekts, der wirklich Ihnen gehört.

Kann ich später vom Baukasten auf ein CMS wechseln?

Möglich ist es immer, angenehm ist es selten. Inhalte lassen sich meist nur manuell übertragen, weil Baukästen keinen vollständigen Export anbieten. Wer den Wechsel für wahrscheinlich hält, sollte ihn von Anfang an einkalkulieren oder direkt mit einem CMS starten.

Einige Links auf diesem Portal sind Empfehlungslinks. Wird darüber ein Vertrag geschlossen, erhält IDA Webdesign unter Umständen eine Vergütung. Für Sie ändert sich am Preis nichts, und die Bewertung eines Anbieters hängt nicht davon ab. Inhalte zu Recht und Datenschutz sind allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung.