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Kosten & Preise

Laufende Kosten: was eine Website jedes Jahr kostet

Die Rechnung nach dem Livegang: Hosting, Domain, Lizenzen, Wartung, Rechtstexte und Inhaltspflege, mit drei Beispielbudgets und den Posten, die in Angeboten fehlen.

Zuletzt geprüft: 26.07.2026 Lesezeit ca. 4 Minuten

Die Kosten für den Bau einer Website stehen in einem Angebot. Die Kosten für den Betrieb stehen selten drin und laufen dafür jedes Jahr weiter. Diese Seite rechnet sie vollständig durch.

Die Posten im Überblick

PostenPro JahrAnmerkung
Domain8 bis 20 Europro Endung, im ersten Jahr oft inklusive
Hosting, statisch0 bis 60 Eurofür statische Builds
Hosting, Shared60 bis 180 Eurofür CMS-Seiten
Managed WordPress180 bis 720 EuroWartung enthalten
Baukasten-Abo120 bis 400 EuroHosting und SSL enthalten
Theme-Lizenz0 bis 100 Eurooft jährliche Verlängerung
Plugin-Lizenzen0 bis 300 EuroFormulare, Buchung, Backup
Wartungsvertrag200 bis 1.200 Euro20 bis 100 Euro monatlich
Rechtstexte-Aktualisierung0 bis 300 EuroMuster bis Anwaltsdienst
Consent-Werkzeug0 bis 120 Euronur bei einwilligungspflichtigen Diensten
Bildlizenzen0 bis 400 Euroeigene Fotos sind billiger und besser
Buchungs- oder Formulardienst0 bis 300 Euroje nach Volumen
Zahlungsgebühren1,5 bis 3 Prozentnur bei Shops, plus Festbetrag je Vorgang
Inhaltspflegeeigene Zeitder größte reale Posten

Drei Beispielbudgets

Handwerksbetrieb, Baukasten, fünf Seiten

Abo 15 Euro monatlich, Domain 15 Euro jährlich, Rechtstexte über einen Mustergenerator ohne Abo, keine Wartung, Pflege eine Stunde pro Quartal.

Summe: 195 Euro jährlich plus vier Stunden eigene Zeit.

Beratung, WordPress selbst betrieben, 20 Seiten plus Blog

Hosting 12 Euro monatlich, Domain 15 Euro jährlich, Theme-Lizenz 79 Euro jährlich, Formular-Plugin 49 Euro jährlich, Backup über den Hoster, Rechtstexte-Aktualisierungsdienst 120 Euro jährlich, Pflege und Updates zwei Stunden monatlich in Eigenleistung.

Summe: 407 Euro jährlich plus 24 Stunden eigene Zeit.

Mit eingekaufter Wartung statt Eigenleistung: plus 480 bis 720 Euro jährlich, dafür ohne die 24 Stunden.

Kleiner Shop, gehostete Plattform, 60 Artikel

Plattform 40 Euro monatlich, Domain 15 Euro jährlich, Rechtstexte mit Shop-Umfang und Aktualisierungsdienst 240 Euro jährlich, Zahlungsgebühren rund 2 Prozent plus 30 Cent je Vorgang, Pflege vier Stunden monatlich.

Bei 60.000 Euro Jahresumsatz und 800 Bestellungen: Zahlungsgebühren rund 1.440 Euro.

Summe: rund 2.175 Euro jährlich plus 48 Stunden eigene Zeit, ohne Werbebudget.

Die Posten, die überraschen

Aktionspreise, die auslaufen. Bei Hosting und Baukästen ist der Preis im ersten Jahr fast immer rabattiert. Der Verlängerungspreis steht in der Preisübersicht, häufig als Fußnote, und liegt nicht selten beim Doppelten.

Jährliche Lizenzverlängerungen. Viele Premium-Themes und Plugins werden als “einmalig gekauft” wahrgenommen, verlängern aber jährlich für Updates und Support. Ohne Verlängerung läuft das Produkt weiter, erhält aber keine Sicherheitsupdates mehr.

Domains, die vergessen werden. Wer fünf Schutz-Domains registriert hat, zahlt fünfmal jährlich. Nach zwei Jahren lohnt die Prüfung, welche davon tatsächlich gebraucht werden.

Der Zahlungsanbieter beim Shop. Der Festbetrag je Vorgang ist bei kleinen Warenkörben der relevante Teil: 30 Cent bei 8 Euro Bestellwert sind fast 4 Prozent.

Rechtstexte, die veralten. Gesetzesänderungen betreffen regelmäßig Shops. Ein Aktualisierungsdienst ist günstiger als eine Abmahnung, aber er ist ein laufender Posten.

Inhaltspflege: der Posten ohne Rechnung

Eine Website, die drei Jahre unverändert bleibt, verliert Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit, unabhängig davon, was sie gekostet hat. Der realistische Aufwand:

  • Preise und Öffnungszeiten aktuell halten: eine Stunde im Quartal
  • Neue Referenzen und Fotos: zwei Stunden im Quartal
  • Bei einem CMS Updates und Prüfung: eine Stunde im Monat
  • Neue Inhalte, wenn Sichtbarkeit wachsen soll: vier bis acht Stunden im Monat

Der letzte Punkt ist optional und der einzige, der Wachstum erzeugt. Die ersten drei erhalten den Bestand.

Wer weiß, dass diese Zeit nicht vorhanden ist, sollte bewusst eine Seite bauen, die sie nicht verlangt: wenige Seiten, keine Termine, keine Preise, die veralten, keine Blogfunktion. Eine ehrlich kleine Seite, die stimmt, ist besser als eine große, die halb veraltet ist.

Wie man die Rechnung im Angebot findet

Drei Fragen an jeden Anbieter, deren Antworten die laufenden Kosten offenlegen:

  1. Welche Posten fallen nach dem Livegang jährlich an, und in welcher Höhe?
  2. Welche Lizenzen verlängern sich, und was passiert ohne Verlängerung?
  3. Was kostet eine Änderung nach der Übergabe, und was ist im Wartungsvertrag enthalten?

Ein Anbieter, der diese drei Fragen präzise beantwortet, hat das Projekt durchdacht. Worauf beim Lesen des Angebots sonst zu achten ist, steht in Angebot richtig lesen.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website im Jahr mindestens?

Eine statische Seite mit eigener Domain kommt auf 10 bis 30 Euro jährlich. Ein Baukasten liegt bei 120 bis 400 Euro. Ein selbst betriebenes CMS bei 70 bis 350 Euro plus eigene Zeit. Wer Wartung einkauft, rechnet 200 bis 1.200 Euro jährlich dazu.

Ist ein Wartungsvertrag nötig?

Bei einem selbst betriebenen CMS entweder ein Vertrag oder eigene Disziplin. Bei einem Baukasten nicht, weil der Anbieter wartet. Bei einer statischen Seite entfällt der Punkt weitgehend, weil zur Laufzeit kein Code läuft.

Warum steigen die Kosten im zweiten Jahr?

Weil Aktionspreise auslaufen. Hosting-Tarife und Baukasten-Abos werden im ersten Jahr rabattiert, Domains sind im ersten Jahr oft inklusive, Theme- und Plugin-Lizenzen verlängern sich jährlich. Der Preis im zweiten Jahr ist der echte Preis.

Was ist der größte versteckte Posten?

Inhaltspflege. Sie erscheint in keiner Rechnung und ist der Grund, warum Websites veralten. Zwei Stunden im Monat sind realistisch, und wer sie nicht hat, sollte eine Seite bauen, die sie nicht braucht.

Passt dazu

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